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Bad Nenndorf Stadt soll Hausaufgaben machen
Schaumburg Nenndorf Bad Nenndorf Stadt soll Hausaufgaben machen
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00:19 07.06.2015
Im Baugebiet Hinteres Hohefeld wird den Bewohnern ein Teil des Ausgleichs aufgebürdet. Quelle: gus
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Bad Nenndorf

Diesen Umstand hat Zimmermann bereits mehrfach angeprangert. Doch auch unter der neuen Verwaltungsleitung geht es ihm nicht schnell genug damit, die Versäumnisse nachzuholen.

Anlass ist ein Vorgang, der an sich unter dem Prädikat „Posse“ abgelegt werden könnte, der Zimmermann aber gerade deshalb erzürnt, weil erneut das stiefmütterlich behandelte Thema Ausgleich betroffen ist. Eigentlich hätte der vom WGN-Politiker geleitete Umweltausschuss das Thema in seiner jüngsten Sitzung behandeln sollen. Doch mit der Verwaltung einigte sich Zimmermann darauf, die Debatte vorher in den Bauausschuss zu verlegen. Der sollte über die Änderung der Bebauungspläne Nr. 49 „Bückethaler Landwehr“, Nr. 51 „Auf dem Lay“ und Nr. 64 „Gewerbegebiet Nord“ beschließen, denn darin ist ein Ausgleich bei Drei Steine vorgesehen – jedoch nie erfolgt. Da dort die Ansiedlung eines Gewerbegebiets geplant ist, will Zimmermann nun eine andere Ausgleichsfläche festlegen lassen.

Und zwar möglichst bald, weil bereits ein jahrelanger Verzug eingetreten ist.

Aber nun wurde die für den kommenden Mittwoch angesetzte Bauausschuss-Sitzung ebenfalls abgesagt, weil keine Beschlüsse vorzubereiten seien – so die Begründung der Verwaltung. Zimmermann ist sauer und befürchtet eine weitere Hängepartie.

Stadtdirektor Mike Schmidt versucht zu beschwichtigen und versichert: Der Bauausschuss werde sich am Mittwoch, 8. Juli, mit dem Thema Ausgleich befassen. Die Ausgleichspflanzungen sollen den Eingriff in die Natur aufwiegen, der entsteht, indem Grünland in Bauflächen umgemünzt wird. Doch Zimmermann geht es um etwas Grundsätzliches.

Die Stadt komme ihren Naturschutz-Verpflichtungen nicht nach, und Fragen der Umwelt bekommen eine untergeordnete Priorität zugeschrieben. Dies ist auch deshalb problematisch, weil Bauherren in einigen Gebieten einen Teil des Ausgleichs aufgebürdet bekommen. An den Rändern ihrer Grundstücke sollen diese bestimmte Sorten an Büschen und Bäumen platzieren, im Gegenzug fällt die Haupt-Ausgleichsfläche kleiner aus. Auf die Einhaltung solcher Vorgaben wird aber kaum geachtet. Dies monierte Zimmermann bereits in 2014.

Verlierer ist abermals die Natur. Der WGN-Ratsherr fordert, dass die Stadt jetzt zügig die eigenen Hausaufgaben macht. gus

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