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Bad Nenndorf Stadt will Gewerbegebiet erweitern
Schaumburg Nenndorf Bad Nenndorf Stadt will Gewerbegebiet erweitern
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16:46 24.09.2015
Das Gewerbegebiet Gehrenbreite soll wachsen. Quelle: Archivfoto
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Bad Nenndorf

Wie vom Verwaltungsausschuss empfohlen, beschloss der Rat Bad Nenndorf am Mittwoch den Erwerb von drei Teilflächen für insgesamt rund 810.000 Euro. Abzüglich der 370.000 Euro, die im Haushalt dafür bereits vorgehalten werden, stehen der Stadt überplanmäßige Ausgaben in Höhe von 440.000 Euro ins Haus. Die Verwaltung geht davon aus, dass für den Weiterverkauf an Investoren mit entsprechenden Einnahmen zu rechnen ist. Ein Unternehmen für die Zucht und den Vertrieb von Edelpilzen hat bereits ihr Kaufinteresse geäußert, wie die Verwaltung mitteilte.

Eigentlich hatte die Stadt im Sinn, noch eine weitere Teilfläche an der B442 zu erwerben. Der betreffende Eigentümer hat sich von den Verhandlungen jedoch zunächst wieder zurückgezogen. Zwar wolle derjenige der Vermarktung nicht im Wege stehen, versicherte Stadtdirektor Mike Schmidt, allerdings sei dem Eigentümer daran gelegen, bei den Gesprächen mit Investoren „mit am Tisch zu sitzen“ und mitzuentscheiden, welches Unternehmen sich am Ende dort ansiedle.

Für die Stadt sei diese Entwicklung allerdings nicht so problematisch, befand Schmidt. Denn da zwei der anderen Eigentümer ihre Flächen landwirtschaftlich nutzen, muss die Stadt Ersatzflächen im Tausch für die erworbenen zur Verfügung stellen. Für die dritte Fläche entfällt also nun der Bedarf an einer Tauschfläche.

Schmidt betonte noch einmal die Bedeutung dieser Entwicklung. Die Probleme von Kurstädten seien bekannt und das Schaffen eines zweiten Standbeins im Bereich Gewerbe ein wichtiger Schritt. Die CDU unterstützte diesen Weg, wie Sprecher Friedhelm Brandes erklärte. Spätestens wenn die Förderung des Landes für die Kurstädte endgültig wegfalle, „kommen schwere Zeiten auf uns zu“. Deshalb sei es gut, in diese Richtung weiterzugehen und den guten Standort von Bad Nenndorf zu nutzen. Auch die SPD begrüße es, „dass es vorangeht“, so Fraktionssprecher Jochen Busse, und dass die Verwaltung sich hier so aktiv eingesetzt habe.

Brandes kritisierte allerdings die Entscheidung des zuvor genannten Eigentümers, vorerst nicht zu verkaufen. Solch ein Verhalten hätte er eigentlich nur von einem „Immobilienhai“ erwartet. Jochen Busse von der SPD betrachtete die Situation wie Schmidt jedoch nicht als so dramatisch. Immerhin habe die Stadt auf diese Weise weiterhin Tauschflächen parat. kle

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