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Start des Tandem-Mentoren-Projekts

Gymnasium Bad Nenndorf Start des Tandem-Mentoren-Projekts

Das Tandem-Mentoren-Projekt hat am Mittwoch seine Arbeit am Gymnasium Bad Nenndorf (GBN) aufgenommen. Elisabeth Meyer-Engelke besetzt eine von der Stiftung Help bezahlte halbe Stelle, um benachteiligten Kindern helfen zu können.

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Bad Nenndorf. Mit dem Zustrom an Flüchtlingen hat die Ausweitung des Projekts noch mehr Gewicht erlangt. Denn viele bisher schon von den Tandem-Mentoren betreute Grundschüler stammen aus dem Ausland. Meyer-Engelke betont jedoch: Wer in den Genuss der Hilfe bekommt, wird unabhängig von der Nationalität entschieden. Auch deutsche Kinder mit Nachholbedarf werden unterstützt. Zwölf ehrenamtliche Mentoren stehen zum Start bereit.

Sie sollen sich um jeweils einen Gymnasiasten kümmern und ihm einmal pro Woche 90 Minuten (zwei Doppelstunden) Zeit widmen. Dafür stellt das GBN Räume zur Verfügung. Dort können Mentoren und Schüler gemeinsam beispielsweise Hausaufgaben erledigen oder gezielt an Schwächen arbeiten.

Die Zusammenarbeit ist dazu gedacht, Kindern, die umfeldbedingt schlechtere Startchancen haben als die meisten ihrer Mitschüler, mehr Selbstwertgefühl einzuflößen. Der Gedanke dahinter: Wenn ein Kind merkt, dass ein fremder Mensch ihm freiwillig Zeit schenkt, profitiert es einerseits von dem, was der Mentor ihm vermittelt. Aber darüber hinaus wird es auch motiviert. „Du schaffst das“, „Ich traue dir etwas zu“, „Ich bin jederzeit für dich da“ – diese Botschaften wollen die Mentoren vermitteln.

Das GBN war von dem Tandem-Projekt, das Meyer-Engelke vor Jahren beinahe im Alleingang initiiert hatte, bislang ausgenommen. Erst mit der Bereitschaft der Stiftung Help, die Finanzierung der Arbeit am GBN zu übernehmen, wurde der zusätzliche Schritt möglich. Nach wie vor könnte es auch kommunales Geld für die Ausweitung aufs GBN geben. Die Stadt musste einen in Aussicht gestellten Zuschuss von 5000 Euro streichen, weil sie nicht für Schulen zuständig ist. Nach Worten von Samtgemeindebürgermeister Mike Schmidt kann Help jedoch einen erneuten Antrag an die Samtgemeinde richten – zur Unterstützung Nenndorfer Schüler. Das GBN besuchen auch Kinder aus Rodenberg und Barsinghausen.

Dem ungeachtet, stürzt sich Meyer-Engelke jetzt erst einmal mit aller Energie in die neue Aufgabe. Sie will bei den Eltern für das Mentoren-Projekt werben. Einerseits, um die neue Fördermöglichkeit bekannt zu machen, andererseits um Mentoren anzuwerben. Es werden nach ihren Worten dringend noch Freiwillige für die Unterstufe, also ab Klasse fünf, gesucht.

Zwar ist die Arbeit mit den Schülern unentgeltlich, doch die Mentoren werden auf andere Art belohnt: Meyer-Engelke weiß mittlerweile aus eigener Erfahrung, dass häufig gerade Schüler aus benachteiligten Familien enorm ehrgeizig und fleißig sind. „Die wissen: Das ist die einzige Chance, aus ihrem Milieu herauszukommen“, betont sie. Und die Erfolge der Schützlinge zu beobachten, sei für die erwachsenen Betreuer ein tolles Erlebnis. Help sei Dank nun auch am GBN. gus

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