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Bad Nenndorf Steht der Jugendpark jetzt vor dem Aus?
Schaumburg Nenndorf Bad Nenndorf Steht der Jugendpark jetzt vor dem Aus?
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15:42 08.06.2018
Der Jugendpark samt Skateanlage soll auf dem Areal hinter dem Hallenbad entstehen. Quelle: göt
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Bad Nenndorf

Der Spatenstich für die Skateanlage auf der Wiese zwischen Feuerwehr und Hallenbad soll noch in diesem Jahr erfolgen. Einen Dämpfer hat dagegen die Planung aller weiteren Elemente des Jugendparks bekommen, da der Stadt wohl eine Absage des Förderantrags aus Hannover bevorsteht.

Für die Skateanlage sind bereits Zuschüsse aus dem Fördertopf „Zile“ (Zuwendungen zur integrierten ländlichen Entwicklung) in Höhe von 120 000 Euro bewilligt. Insgesamt kostet das Vorhaben 190 000 Euro. 70 000 Euro kommen von der Stadt.

Hoffnung liegt auf neuem Förderprogramm

Auch für alle weiteren Elemente des Jugendparks, die als Gesamtmaßnahme umgesetzt werden sollen, erhofft sich die Stadt Fördermittel. Ursprünglich wollte sich die Stadt auch hierfür bei „Zile“ bewerben, woraufhin sie den Hinweis bekam, das Vorhaben passe nicht in das Förderprogramm. Die Verwaltung zog den Antrag zurück und bewarb sich bei dem Programm Soziale Integration.

Das Amt für regionale Landesentwicklung hat laut Stadtdirektor Mike Schmidt durchblicken lassen, dass die Stadt keinen Zuschlag aus diesem Fördertopf bekommen wird. Er hofft deshalb auf das Förderprogramm Zukunft Stadtgrün, für das sich die Stadt nun bewirbt.

Stadt kann 1,59 Millionen Euro nicht alleine stemmen

Der Skatepark ist der erste Teil des Jugendparks, der auf dem Areal entstehen soll. Angedacht sind darüber hinaus weitere Bewegungselemente, beispielsweise ein Pumptrack – eine wellig-hügelige Strecke auf der alles Rollen kann, was Räder hat –, sowie Calisthenics-, Fitness-, Parcour- und Kletter-Elemente. Alle weiteren Bereiche des Jugendparks sollen als Gesamtpaket gebaut werden.

Die Kosten für diese Freizeitstätte betragen 1,59 Millionen Euro. Der Rat hat das Vorhaben unter den Vorbehalt gestellt, dass Fördermittel dafür fließen. Schmidt hat außerdem zugesagt, sich um Sponsoring zu bemühen. Damit hat er noch nicht begonnen, wie er erklärte, weil er erst wissen muss, ob und wann das Projekt umgesetzt wird.

Jugendliche sollen noch 2018 skaten

Mit dem Bau der Skateanlage wolle man „auf jeden Fall“ noch dieses Jahr anfangen, versicherte Schmidt auf SN-Anfrage. Aktuell läuft noch der Bauantrag für das Vorhaben. Wenn dieser genehmigt ist, kann die Samtgemeinde die Arbeiten ausschreiben und den Auftrag an ein Unternehmen vergeben. Schmidt sei guter Dinge, dass die Anlage sogar noch 2018 fertig wird.

Dies hatte Schmidt wie berichtet vor einigen Monaten bereits den jugendlichen Zuhörern im zuständigen Ausschuss zugesagt. Mehr noch: Er sprach davon, die Anlage könne eventuell schon im Herbst in Betrieb genommen werden. Der kalendarische Herbst gehe bis Mitte Dezember, also sei auch die Aussage, die Jugendlichen könnten womöglich schon im Herbst skaten, noch einhaltbar, interpretierte der Stadtdirektor.

von Andrea Göttling

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