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Stille Nacht böhmisch verkleidet

Bad Nenndorf / Konzert Stille Nacht böhmisch verkleidet

Das Schaumburger Blechbläserensemble „Brass-a-licious“ hat seinen Gästen in der gut besetzten Godehardi-Kirche humorvolle und besinnliche eineinhalb Konzertstunden geschenkt. Die fünf Bläser packten nicht nur musikalisch Überraschungspäckchen aus.

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Unterstützt von den Musikerkollegen: Bastian Breves liest „Knecht Ruprecht“.

Quelle: sk

Bad Nenndorf (sk). Nach alpenländischem Auftakt mit dem Langenwanger Jodler entwickelte sich aus jazzigen Rhythmen „Tochter Zion“. „Herbei, o, ihr Gläubigen“ erklang, und nach einem grandiosen „Joy to the world“ packte Trompeter Kolja Brokmann eines von fünf bunten Weihnachtspäckchen aus, hübsch drapiert auf den Stufen zum Altarraum.
Zwei Stöckchen kamen zum Vorschein, die der Musiker sogleich betätigte. Den Grundrhythmus des „Kleinen Trommlers“ übernahmen wechselseitig zwei Trompeten und behielten den Takt gleich bei für Maurice Ravels „Bolero“. Zwei ruhige Weisen boten Entspannung bevor sich das Publikum auf einen schnellen Wort-Musik-Wechsel einstellen musste.
Jede Gedichtzeile von „Knecht Ruprecht“, volltönend gelesen von Posaunist Bastian Breves, kommentierten die Bläserkollegen instrumental, halfen dem Weihnachtsmann („Hebe die Beine und spute Dich schnell“) gar mit der „Leichten Kavallerie“ von Franz von Suppé auf die Sprünge. „White Christmas“ gab‘s im jazzigen Schlenderschritt, und auf Blockflöten ertönte in Grundschüler-Flötenunterricht-Manier: „Geh aus mein Herz und suche Freud“.
Tubist Christian Blum knallte den Kollegen aus „Wut“ über ein zerdeppertes Geschenk ganze andere Noten auf die Ständer. Es erklang ganz unerwartet eine wunderschöne Polka: Der „Böhmische Traum“. In diesen schlichen sich hin und wieder Takte des beliebtesten deutschen Weihnachtsliedes. „Stille Nacht“ kam quasi „undercover“ daher. Ohne Zugaben ließ das begeisterte Publikum die Bläser nicht ziehen. Und nach „lecker Blech“ – so übersetzte Pastorin Sabine Lambrecht den Bandnamen – gab es „lecker Kekse“ und Punsch.

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