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Straßenbauprogramm startet 2018

Zustand nicht alleiniges Kriterium Straßenbauprogramm startet 2018

Bis zu drei Straßensanierungen pro Jahr soll sich die Stadt Bad Nenndorf künftig vornehmen. So ist es im Straßenausbauprogramm festgehalten, das der Bauausschuss befürwortet hat. Das Gremium legte aber für 2018 nur zwei Straßen fest, außerdem soll ein Verkehrskonzept erarbeitet werden.

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Durchgangsstrecke oder Anliegerweg? Der Bauausschuss war bei der Bewertung der Rudolf-Albrecht-Straße uneins.

Quelle: gus

Die alte Prioritätenliste, die 2007 zugunsten der Innenstadtsanierung zur Seite gelegt worden war, sah die Rotrehre, den Steigerweg, den Deisterweg, die Lehnhast und die Rudolf-Albrecht-Straße ganz vorn. Dabei spielt nicht nur der Zustand der Straßen eine Rolle. Laut Bauamtsleiterin Annette Stang muss die Stadt beispielsweise berücksichtigen, wie wichtig eine Strecke für den Verkehr ist und ob an bestimmten Stellen ohnehin Arbeiten, beispielsweise an Leitungen und Kanälen, fällig werden.

2018 sollen nun Deisterweg und Rotrehre saniert werden, die Planung dafür wird bereits im kommenden Jahr angeschoben. Außerdem soll das Verkehrskonzept 2017 fertig werden, damit daraus ersichtlich wird, wie beispielsweise mit Rudolf-Albrecht-Straße und Lehnhast zu verfahren ist.
So bewerten die Politiker die Sanierungsschwerpunkte:
Als problematisch gilt der Abschnitt der Rudolf-Albrecht-Straße zwischen Rodenberger Allee und Lehnhast. Dort wird nach Angaben von Anwohnern gerast. Stadtdirektor Mike Schmidt ging davon aus, dass auch Bewohner des Horster Feldes und des Gebiets Auf dem Lay die Strecke von Hannover aus kommend als Abkürzung nutzen. Denn der Weg über die Umgehungsstraße sei zeitaufwendiger.
Erich Thies (CDU) widersprach. Er ging davon aus, dass die allermeisten Autofahrer, die dort entlangkommen, zu den Grundstücken in direkter Umgebung der Rudolf-Albrecht-Straße wollen. Die Meinung im Ausschuss war geteilt. Zur Debatte standen ein aufwendiger Ausbau mit Verkehrshindernissen, sodass der Verkehrsfluss erheblich abgebremst würde, und eine einfache Lösung, bei der lediglich – wie im weiteren Verlauf der Straße – Autostellplätze in den Straßenraum verlegt würden.

Die Lehnhast soll zumindest im oberen Bereich – zwischen Rodenberger Allee und Lindenallee – ausgebessert werden. Dort befinden sich die ärgsten Schadstellen. Ein Zuhörer monierte während der Sitzung auch den Zustand der Bürgersteige, denn dort wuchere teilweise das Grünzeug weit auf die Wegfläche. Dazu, wie Engpässe bei Begegnungssituationen an der Lehnhast abgemildert werden könnten, gab es keine neuen Ideen.

Kein Zweifel bestand an der Sanierungsbedürftigkeit der Rotrehre, jedoch nur im Abschnitt Bornstraße/Gehrenbreite. Teilweise ist dort die Fahrbahndecke komplett durchsiebt.
‰ Dasselbe gilt für den Deisterweg, wenn auch in abgeschwächter Form. An der Rotrehre könnte bald auch die Verkehrsführung geändert werden. Schmidt war dafür, jeweils an den Einmündungen Bornstraße und Gehrenbreite abknickende Vorfahrtsregelungen zu installieren. So sei der Verkehrsfluss in Richtung Bahnhofstraße eigentlich gedacht.

Am Steigerweg besteht zwar auch Reparaturbedarf, doch weil die Sackgasse den Anwohnern vorbehalten ist, stufte der Bauausschuss dessen Priorität niedrig ein. Ein Ausbau als verkehrsberuhigter Bereich wäre zwar denkbar, doch Schmidt vermutete, dass die Anlieger daran angesichts der für sie per Straßenausbaubeitragssatzung zu erwartenden Kosten kaum Interesse haben dürften.

Bantorfer Straße wird vermisst

Der Bauausschuss hatte die für eine Sanierung infrage kommenden Straßen zunächst besichtigt, später folgte die öffentliche Sitzung des Gremiums. Friedrich Varwig (SPD) bemängelte während der Aussprache, dass die Bantorfer Straße in Waltringhausen, die mit einiger Sicherheit die tiefsten Krater im Stadtgebiet aufweist, nicht im Spitzenbereich der Prioritätenliste steht. Heinrich Steding (CDU) war ebenfalls der Meinung, dass andere Straßen schlimmer aussehen als die nun priorisierten.

Eine auf Jahre festgezurrte Liste gibt es daher vorerst nicht. Der Bauausschuss einigte sich darauf, die Liste auf Grundlage des Verkehrskonzepts, das 2017 nachgereicht werden soll, und einer Kanaluntersuchung anzupassen. Diese Untersuchung soll zeigen, wo am ehesten Sanierungsarbeiten im Erdreich nötig sind. gus

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