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Streit wegen Pflanzgeboten

Öko-Ausgleich Streit wegen Pflanzgeboten

Die umstrittene Praxis der Öko-Ausgleichspflanzungen auf Privatflächen des Wohngebiets Vorderes Hohefeld hat bereits zu einem Nachbarschaftsstreit geführt.

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Die Bepflanzung der Grundstücksgrenzen am Vorderen Hohefeld ist nur teilweise im Sinne des Naturschutzes erfolgt.

Quelle: gus

Bad Nenndorf. Entsprechende Informationen dieser Zeitung bestätigte ein kurzer Exkurs während einer Umweltausschusssitzung der Stadt Bad Nenndorf.

 Der Vorsitzende dieses Gremiums, Bernd Zimmermann (WGN), sprach den Vorfall unter zwei Anwohner-Parteien des Wohngebiets an. Namen nannte er aber nicht. Einer der Beteiligten hat demnach seine Kompensationspflanzungen „weggerodet“ und verlangt nun von seinem Nachbarn, das auf Grundlage des Pflanzgebots angelegte Grün an ihrer Grundstücksgrenze zurückzuschneiden. Offenbar sorgen die Pflanzen für reichlich Schatten. Der Öko-Ausgleich-Schwänzer möchte mehr Sonne abbekommen und setzt daher den Nachbarn unter Druck.

 Ein Zurückschneiden könnte einzufordern sein

 Nach Worten der Bauamtsleiterin Annette Stang ist die Klärung des Streits nicht ganz einfach. Einerseits könnte die Stadt fordern, dass der eine Nachbar auf seinem Grundstück die Ausgleichspflanzungen nachholt. Andererseits sei es bei solchen Pflanzungen auch so, dass Belange der Nachbarn zu berücksichtigen sind. Soll heißen: Ein Zurückschneiden könnte einforderbar sein. Welches Recht welches schlägt, sei offen. Umstritten ist die Praxis deshalb, weil Experten befürchten, dass Privatleute mit dem Einhalten von Öko-Ausgleichsmaßnahmen überfordert sind, beziehungsweise dass von ihnen schwer zu verlangen ist, die Pflanzungen vorzunehmen.

 Auch die Eingrünung der Ränder steht in der Kritik

 Daher wird dafür plädiert, solche Klauseln nicht mehr festzusetzen. Dies wurde im neuen Baugebiet Hinteres Hohefeld auch berücksichtigt. Doch ein anderes Gebot steht dort ebenso in der Kritik: Zur gesetzlich vorgeschriebenen Eingrünung der Siedlungsgrenze sollen die Eigentümer der Randgrundstücke dort wiederum Sträucher und Hecken pflanzen müssen. So steht es im Bebauungsplan, den der Rat verabschiedet hat. gus

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