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Bad Nenndorf Taschengeld gegen die Hungersnot in Afrika
Schaumburg Nenndorf Bad Nenndorf Taschengeld gegen die Hungersnot in Afrika
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19:18 15.09.2011
Kinder helfen Kindern: Anna Noack (von links), Annika Werner und Tabea Engelke gehen mit Bollerwagen und Sammeldose auf Spendensuche. Quelle: tes
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Bad Nenndorf (tes). Auch ihre beiden Freundinnen Tabea Engelke und Anna Noack (beide elf) ließen die Schreckensnachrichten nicht los. Schnell war ihnen klar, dass es bei diesem großen Problem nicht reicht, allein ihr Taschengeld zu spenden. Sie beschlossen, in ihrer Freizeit eine große Sammelaktion zu starten. Annika zog einen Bollerwagen aus der elterlichen Garage, um darin Pfandflaschen zu sammeln. Tabea entwarf eine Sammeldose und gemeinsam feilten sie an Formulierungen mit Informationen über ihre Aktion. Im Wohngebiet „Auf dem Lay“ zogen die Kinder von Haus zu Haus. Meistens wurde ihnen geöffnet und sie ernteten viel Lob und Anerkennung für ihre uneigennützige Aktion.

Sie freuten sich darüber, dass viele Bewohner die Aktion zum Teil großzügig unterstützen. Besonders beeindruckt waren sie von einer Familie, in der selbst die beiden Kinder aus eigener Tasche jeweils fünf Euro spendeten. Am Ende kamen 185,77 Euro zusammen – zuzüglich 8,90 Euro Pfandgeld.

Die Eltern der drei Mädchen waren so stolz auf das tatkräftige soziale Engagement ihrer Kinder, dass sie den Betrag kurzerhand aufstockten auf mehr als 200 Euro. Mit dieser Spende, die an die ARD-Hungerhilfe überwiesen wurde, hoffen Tabea, Anna und Annika, wenigstens einige Kinder vor dem Hungertod bewahren zu können oder ein Zelt mitzufinanzieren. „Damit die Hungerflüchtlinge wenigstens ein Dach über dem Kopf haben“, betont Anna.

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