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Technik, die begeistert

Bad Nenndorf / Schüler forschen Technik, die begeistert

Um naturwissenschaftlich begabte Schüler zu fördern, haben sich drei Schulen zu einer landesweit einzigartigen Kooperation zusammengetan.

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Kooperation von Technikfans: Schüler aus Bad Nenndorf, Sulingen und Osnabrück untersuchen Solarmodule samt Motor.

Quelle: kcg

Bad Nenndorf (kcg). Das Gymnasium Bad Nenndorf (GBN), das Gymnasium Sulingen und das Osnabrücker Ratsgymnasium richteten eine schulübergreifende Forschungsgruppe ein, in der mehr als 25 Schüler des zehnten Jahrganges ihrer wissenschaftlichen Neugier freien Lauf lassen können.

 Roboter programmieren, Hochspannung erzeugen und Erdgas untersuchen – das gemeinsame Experimentieren steht im Mittelpunkt, wenn die jungen Forscher zwischen 15 und 16 Jahren zusammenkommen. Insgesamt drei Treffen umfasst das Projekt, jede Partnerschule ist einmal Gastgeber und organisiert einen Wissenschaftstag bei Unternehmen oder Forschungseinrichtungen vor Ort, wo die Jugendlichen Fragestellungen aus dem Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik ergründen können.

 Nachdem die Schüler im Januar bereits an der Osnabrücker Universität zu Hochspannungstechnik, Robotik oder Thermodynamik hatten forschen können, stand am Mittwoch der Besuch im Bad Nenndorfer Gymnasium samt Besichtigung des Institutes für Solarforschung in Hameln auf dem Stundenplan. „Die Schüler haben neue Entwicklungen im Bereich der Solarforschung kennengelernt und anschließend selbst mit Solarmodul und Motor experimentiert“, berichtet GBN-Pädagoge Ole Gleiche. Im März geht es dann nach Sulingen, das Thema Erdgas steht im Mittelpunkt.

 Die „einmalige“ Kooperation zwischen den drei Schulen –alle sind Mitglied im Verein mathematisch-naturwissenschaftlicher Excellence-Center (MINT EC) – bringt nach Auskunft von GBN-Schulleiterin Irmtraud Gratza-Lüthen gleich mehrere Vorteile: Jede Schule verfüge für sich über Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft, von denen nun auch die Schüler der beiden anderen Schulen profitieren. Ergebnis sind spannende und attraktive Angebote für die Jugendlichen, die bei gemeinsamen Forschungen untereinander Kontakte knüpfen. „Unser Wunsch und unsere Hoffnung sind, dass die Schüler auch für ihre Facharbeiten in der Oberstufe weiter zusammenarbeiten“, erklärt auch Pädagoge Gleiche. Die einzelnen Forschungsprojekte sollen dafür inhaltliche Anreize geben.

 Bei den Schülern selbst kommt das Forschen jenseits des eigenen Klassenraums gut an. „Wir sehen mal andere Sachen außerhalb des Unterrichts“, lobt GBN-Schüler Henry (16). Sein Mitschüler Steffen freut sich über die Möglichkeit, neue Bekanntschaften zu schließen und eine „interschulische Gemeinschaft“ zu bilden. Und die 16-jährige Nina nutzt das Projekt als Entscheidungshilfe: „Vielleicht will ich Physik als Leistungskurs in der Oberstufe wählen.“

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