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Bad Nenndorf Teilerfolg für Unternehmer
Schaumburg Nenndorf Bad Nenndorf Teilerfolg für Unternehmer
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00:16 16.11.2013
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Bad Nenndorf. Wolfgang Seifert trug das Anliegen der Unternehmer vor: Die Bahnhofstraße soll im selben Verfahren saniert werden wie vor einigen Jahren die Rodenberger Allee und auch andere Straßen in der Kurstadt. Seifert wies auf die weitaus geringeren Verkehrsbehinderungen dieser Variante gegenüber einem Vollausbau und auf die um etwa 60 000 Euro niedrigeren Kosten hin (wir berichteten).

Seifert fügte hinzu: Zeitgleich mit der Bahnhofstraßenreparatur ist auch die Sanierung der Strecke Horster Straße/Hauptstraße geplant. Dies bedeute insgesamt langwierige Arbeiten auf einem 2300 Meter langen – wenn auch nicht zusammenhängenden – Abschnitt der Ortsdurchfahrt. Die Einbußen für Geschäftsleute fallen deshalb nach Seiferts Erwartung drastisch aus, sollte die Stadt an einem Vollausbau festhalten. Zahlreiche Verkehrsteilnehmer dürften dann die Bahnhofstraße und die Rodenberger Allee meiden und durchs Horster Feld fahren.

Stadtdirektor Bernd Reese betonte, dass der schonende Ausbau der Rodenberger Allee nicht ausschließlich auf Seiferts damalige Vorarbeit, sondern auf die Planung des Bauausschusses und der beauftragten Unternehmen zurückging. Mit der nun bevorstehenden Sanierung der Bahnhofstraße habe sich der Bauausschuss bereits dreimal befasst. „Gehen Sie davon aus, dass wir nicht mit einer durchgehenden einseitigen Sperrung vorgehen werden“, sagte Reese. Wie bei der Rodenberger Allee soll es mehrere Bauabschnitte geben.

Seifert strich heraus, dass der zuständige Planer die Aufbauvariante, bei der der Untergrund unangetastet bleibt und nur eine neue Deckschicht aufgetragen wird, als ebenso machbar dargestellt hat wie den Vollausbau. Sollte mit langfristigen Einbahnstraßenregelungen gearbeitet werden, bedrohte dies die Existenzen von Unternehmern. Sabine Erdmenger ergänzte: Bei der Sanierung der Coppenbrügger Landstraße in Lauenau habe der dortige Bioladen 50 Prozent Umsatzverlust verzeichnet.

Tegtmeier bat die Verwaltung darum, einen Weg zu prüfen, der die Einschränkungen so gering wie möglich hält. Zeitdruck besteht, weil die Stadt die Sanierung nur mit bis Ende 2015 bereitstehendem Fördergeld bezahlen kann, wie Bernd Hothan und Herbert Kruppa (SPD) hinzufügten. Frank Steen (WGN) versicherte, alles daran zu setzen, alle Informationen zu prüfen, ehe eine Entscheidung fällt. Heinrich Steding (CDU) und Steen forderten verbindliche Aussagen von Fachleuten dazu, auf deren Basis ein Beschluss fallen soll.  gus

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