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Telefon statt Knöllchen-Drucker

Falsch Parken Telefon statt Knöllchen-Drucker

Im Parkverbot gestanden, aber Glück gehabt, weil kein Knöllchen hinterm Scheibenwischer steckt? Dies könnte ein Trugschluss sein. Denn die Bad Nenndorfer Politessen drucken mittlerweile gar keine Knöllchen mehr aus – Sie erfassen Parksünder per Smartphone.

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Auf Bad Nenndorfs Parkplätzen gibt es zwar keine Knöllchen mehr – kontrolliert wird aber nach wie vor.

Quelle: gus

Bad Nenndorf. Auf Anfrage dieser Zeitung erklärte der Leiter des Amtes Bildung und Soziales, André Lutz, dass die Papier-Verwarnungen bereits seit einiger Zeit nicht mehr an die Windschutzscheiben geheftet werden. Stattdessen fotografieren die zuständigen Mitarbeiterinnen der Verwaltung die betreffenden Autos, halten dabei automatisch die Uhrzeit fest und werten die Angaben später im Büro aus.
Erst dann kommt Papier ins Spiel. Denn die Bescheide über die Verwarngelder werden nach wie vor per Brief an die Fahrzeughalter gesandt. Das Bußgeld ist bundesweit einheitlich: Zehn Euro kostet das Überschreiten der erlaubten Parkzeit mindestens. 15 Euro werden daraus, wenn das Limit um 30 bis 60 Minuten überschritten wurde, 20 Euro bei einer Überschreitung zwischen einer und zwei Stunden. Ab mehr als drei Stunden werden 30 Euro fällig. 35 Euro zahlt derjenige, der unbefugt auf einem Behindertenparkplatz erwischt wird.
Zwei Teilzeitkräfte überwachen den „ruhenden Verkehr“, so der Verwaltungs-Terminus. Allerdings fällt in den Aufgabenbereich einer dieser Mitarbeiterinnen auch das Kontrollieren des Wochenmarkts und das Kassieren der dort fälligen Standgebühren.
Beim Parkraum ist „öffentlich“ nicht gleichzusetzen mit offen zugänglich. Denn auf Supermarkt-Parkplätzen kontrolliert die Stadt eigentlich nicht. Einzige Ausnahme: der Penny-Parkplatz. Dafür ist Lutz zufolge vor Jahren eine Sondervereinbarung getroffen worden, weil der Betreiber zahlreiche Dauerparker beobachtet hatte, die gar nicht in dem Discounter einkauften, sondern beispielsweise während der eigenen Arbeitszeit davor parkten. Deshalb wurde ein Zeitlimit eingeführt, das seither die Stadt-Politessen überwachen.
Auf den übrigen Parkplätzen der Verbrauchermärkte ist dies nicht der Fall. Beim E-Center gibt es nach Informationen des Unternehmens keine Schwierigkeiten mit Dauerparkern, dieses Phänomen sei eher für die Unternehmen am Bantorfer Bahnhof ein Problem. Dass nicht autorisierte Autofahrer auf Behindertenparkplätzen stehen, werde am E-Center auch selten gemeldet. Bußgeld droht daher streng genommen niemandem.
Strafen drohen ohnehin nicht, wenn Familienparkplätze – in der Regel mit Kinderwagen-Symbolen markiert – benutzt werden, obwohl sich gar keine Kinder im Auto befinden. Nach Lutz’ Worten ist das zwar „ungehörig“, doch gesetzliche Vorgaben zu solchen Stellflächen existieren nicht.

gus

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