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Tempo-Limit am Unfallschwerpunkt

Bad Nenndorf / Verkehrsunfallstatistik Tempo-Limit am Unfallschwerpunkt

Ein neuer Unfallschwerpunkt hat sich im Verantwortungsbereich des Polizeikommissariats Bad Nenndorf herauskristallisiert. Auf der K 61, die von Messenkamp in den Deister führt, haben sich 2011 mehrere schwere Unfälle ereignet. Das ist eine der Erkenntnisse aus der Polizeistatistik für das vergangene Jahr.

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Heidrun Schäfer und Michael-Andreas Meier haben ein Auge auf den Unfallschwerpunkt am Deister.

Quelle: bab

Bad Nenndorf (bab). Kommissariatsleiter Michael-Andreas Meier und die Leiterin des Einsatz- und Streifendienstes, Heidrun Schäfer, konnten bei der Vorstellung der Verkehrsunfallstatistik bereits berichten, dass für die Kreisstraße am Deister Geschwindigkeitsbegrenzungen eingeführt worden sind. Die Höchstgeschwindigkeit sei nun in den kritischen Bereichen streckenweise auf 50 und 70 Stundenkilometer reduziert worden. So habe es 2011 dort sechs Unfälle mit Personenschäden gegeben. Vier Motorradfahrer waren betroffen. Wie Meier berichtet, solle auch Unterfahrschutz unter Leitplanken künftig die Sicherheit erhöhen. In den vergangenen Jahren sei diese Strecke allerdings unauffällig gewesen.
Weitere signifikante Problembereiche stellte die Polizei an der Kreuzung Drei Steine in Bad Nenndorf fest und am Krater. Insgesamt hat das Kommissariat 2011 exakt 612 Unfälle registriert, 100 davon mit Verletzten. Ein tödlicher Unfall war darunter, 29 Personen wurden dabei schwer verletzt. Im Vergleich zu den Vorjahren sind die Zahlen etwas gesunken, liegen aber auf vergleichbarem Niveau. Die meisten Unfälle passieren laut Polizeiauskunft beim Ein- und Ausparken, Wenden und Rückwärtsfahren. Solche kleinen Kollisionen gehen meist glimpflich aus. Zu hohe Geschwindigkeit, zu geringe Sicherheitsabstände und auch Alkohol und Drogen sind aber immer wieder im Spiel, wenn es zu folgenschwereren Unfällen kommt.
Das Nenndorfer Kommissariat setzt deshalb schon länger auf gezielte Ansprache der Verkehrssünder. So werden auch Geschwindigkeitsverstöße bei Kontrollen sofort geahndet. „Als Aha-Effekt“, sagt Schäfer. Die erzieherische Wirkung sei größer als bei Strafzetteln, die erst nach drei Wochen per Post kommen. „Das hat auch gewirkt“, ist Meiers Eindruck. Er nimmt Veränderungen wahr, besonders jungen Leuten attestiert er eine „ordentliche Entwicklung“. Diese würden häufiger als früher Fahrgemeinschaften bilden und deren Fahrer seien nüchtern.
Bei den Kontrollen gehen aber auch immer wieder schwarze Schafe ins Netz. Alkoholwerte bis zu mehr als drei Promille und Drogenmissbrauch haben Blutuntersuchungen im vergangenen Jahr ergeben. Rund 250- bis 300-mal mussten Verkehrsteilnehmer pusten, überschlägt Meier. Mit mehr als 0,5 Promille wurden 40 Personen erwischt, 18 standen unter Drogeneinfluss.

Aufklärungsquote steigt

Die Polizei in Bad Nenndorf hat die Aufklärungsrate bei den Fahrerfluchten erhöhen können. 2011 ist im Gegensatz zu dem Jahr zuvor mit 138 Fahrerfluchten ein Rückgang zu verzeichnen. 60 davon wurden aufgeklärt. 2010 waren es noch 173 Unfallfluchten, darunter 74 aufgeklärte. Die Aufklärungsrate habe 2009 bei rund 35 Prozent gelegen, 2010 bis 42,7 Prozent und liegt nun bei rund 43,4 Prozent, wie Heidrun Schäfer, Leiterin des Einsatz- und Streifendienstes im Kommissariat, mitteilte. Bei Unfallfluchten mit Personenschaden liege die Aufklärungsquote sogar bei 66,67 Prozent.
Diesmal hat die Polizei auch einmal die Verletzten bei Verkehrsunfällen in Bezug auf unterschiedliche Altersgruppen untersucht. Von 123 Menschen, die 2011 durch einen Unfall verletzt wurden, sind 14 Senioren über 65 Jahre, 23 Fahranfänger und zwei Kinder unter sechs Jahren.

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