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Thema Pilzfarm wohl gegessen

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Die Pilzfarm in der Gehrenbreite scheint vom Tisch zu sein. „Wir planen derzeit ohne“, sagte Stadtdirektor Mike Schmidt zu dem Thema. Nach seinen Angaben hat der niederländische Unternehmer seit längerer Zeit keine Rückmeldung über den Projektfortschritt gegeben.

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Quelle: pr.

Bad Nenndorf. Zuletzt hatte es geheißen, dass die Finanzierung noch zu klären ist. Schmidt sagte nun, das Unternehmen habe zuletzt nicht mehr geantwortet, als die Stadt nachhakte, ob noch Interesse an einer Ansiedlung in Bad Nenndorf besteht. Er räumte ein, dass „der Große“ unter den Interessenten damit wohl abgesprungen ist.

Nach Informationen dieser Zeitung hatten die potenziellen Geldgeber von der Firma Panbo gefordert, dass sie einen Vertriebspartner mit ins Boot holt, der garantiert, dass die bis zu zehn Tonnen Pilze, die täglich auf der Farm wachsen sollen, auch tatsächlich verkauft werden. Dies lehnten die Niederländer offenbar ab.

Auch in Lauenau sind Pläne geplatzt

Ohne Geldgeber wird es keine Pilzzucht geben. Auch in Lauenau hatte Panbo-Geschäftsführer Ser Huibers seine Pläne platzen lassen, als die Gemeinde im Vorfeld Immissionsgutachten zu Geruch und Lärm verlangte. Solche Papiere sind im Baurecht vorgeschrieben. Zuvor hatte Huibers bereits in Oebisfelde (Sachsen-Anhalt) einen Versuch gestartet und nach kurzer Zeit wieder abgebrochen.

Sollten sich die Pilze nun auch in Bad Nenndorf in Luft auflösen, wäre das laut Schmidt kein Beinbruch. „Wir haben ausreichend Interessenten an Gewerbeflächen“, betonte der Stadtdirektor, der die Ausweisung des neuen Gewerbegebiets Gehrenbreite vorangetrieben hatte.

"Kleinteiliges Gewerbe"

Nach seinen Worten sind es nun nicht mehr die großen Unternehmen, sondern es handle sich eher um „kleinteiliges Gewerbe“. Die derzeitigen Interessenten wollten Flächen um die 1500 Quadratmeter belegen. Um welche Art Gewerbe es sich handelt, blieb ungesagt, doch Schmidt hat seit jeher betont: Es komme nichts in die Gehrenbreite, was der Kurstadt schaden könnte.

Die Anwohner der Martin-Luther-Straße dürften die Nachricht, dass die Pilze wohl gegessen sind, ohnehin erleichtert aufnehmen, denn dort hatte es Bedenken wegen Geruchsbelästigung gegeben.

Die Verwaltung will jetzt das Verfahren zur Änderung des Bebauungsplans ankurbeln. Eine positive Nachricht hatte Schmidt in Bezug auf die notwendigen ökologischen Ausgleichsflächen. Die damit verbundenen Kosten seien zu 60 Prozent förderfähig.

Dies helfe der Stadt, die Gewerbeparzellen kostengünstig anzubieten. Für den Landerwerb, den die Stadt tätigt, streicht sie allerdings kein Fördergeld ein. gus

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