Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
Therme: Stadt und Land verhandeln weiter

Keine Eile Therme: Stadt und Land verhandeln weiter

Die Verhandlungen zwischen der Stadt Bad Nenndorf und dem Land Niedersachsen zur Übernahme der Landgrafentherme durch die Kommune dauern an. Die Verwaltung prüft, welche finanziellen Belastungen und wie viel Mehrarbeit auf sie zukäme, sollte das Thermalbad in ihre Regie übertragen werden.

Voriger Artikel
Gräber werden eingeebnet
Nächster Artikel
Brandstiftung wohl nicht die Ursache

Die Verhandlungen über die Übernahme des Thermalbades durch die Stadt ziehen sich. Archivbild

BAD NENNDORF..  Im März dieses Jahres war bekannt geworden, dass Sondierungsgespräche zwischen Kurstadt und Land zu dem Thema laufen. Die Therme gilt mehr noch als der Kurpark als das touristische Aushängeschild Bad Nenndorfs. Doch das Staatsbad würde den Betrieb, der ein jährliches Defizit einfährt, gern in andere Hände legen. Eine Schließung, das hatte Stadtdirektor Mike Schmidt gerade erst öffentlich betont, wäre aus Nenndorfer Sicht inakzeptabel.

Doch einfach aufdrücken lassen will sich die Stadt das Bad mit seiner Ende 2005 eröffneten Saunalandschaft auch nicht. Daher ermittelt die Verwaltung gerade, welche Auswirkungen die Übernahme auf den Haushalt hätte.

Die finanziellen Aspekte erörtert zurzeit Kämmerer Frank Behrens. Außerdem befindet sich Simone Oppermann, Leiterin des Amtes Zentrale Dienste, in Gesprächen mit dem Finanzministerium, in dessen Zuständigkeit das Staatsbad fällt.

Ferner ermittelt Ingenieur Gregor Krumpholz, Chef des Nenndorfer Gebäudemanagements, momentan den Wert und den Zustand des Gebäudes. Denn die Therme wird zwar gerade noch einmal für 3,6 Millionen Euro saniert. Doch auch ein möglicher weiterer Modernisierungsbedarf würde in den Verhandlungen eine Rolle spielen.

Ein Kernpunkt ist auch die Frage der Personalübernahme. 15 Mitarbeiter hat der Badebetrieb. Im Rathaus sind derzeit 42 Angestellte beschäftigt. „Das wäre schon eine signifikante Aufstockung“, betont der Stadtdirektor, der davon ausgeht, dass alle jetzt in der Therme Beschäftigten übernommen würden.

Schmidt hatte aber schon vor Wochen durchblicken lassen, dass die finanzielle Belastung gar nicht so erheblich ausfallen könnte. Denn weil die Stadt damit rechnet, im Übernahmefall Geld vom Land dazu zu bekommen, müsste sie keine Abschreibungen im Haushalt einplanen. Außerdem tauchen in den Betriebskosten des Staatsbades auch Summen wie Pachtzahlungen auf, die wegfielen, sollte die Stadt Eigentümer werden. Die genauen Zahlen werden, sobald sie feststehen, dem Rat der Stadt vorgelegt.

Das Finanzministerium bezeichnet den Verfahrensstand so: Beide Seiten befinden sich in „ergebnisoffenen Sondierungsgesprächen“. Eine zeitliche Vorstellung, bis wann die Gespräche abgeschlossen sein sollten, bestehe nicht. „Die Beteiligten nehmen sich die Zeit, die benötigt wird“, schreibt Pressesprecher Kay Bernhardt. Auch Schmidt sieht keinerlei Zeitdruck. „Wir haben es nicht eilig“, stellt er klar. gus

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg