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Tiere vor Tod und Teufel schützen

Bad Nenndorf / Jahresversammlung der Tierschützer Tiere vor Tod und Teufel schützen

Trotz heftigster Schneegestöber haben sich am Mittwochabend rund 20 Mitglieder des Tierschutzvereins Rodenberg/Bad Nenndorf zur ihrer Jahresversammlung in das Tagungszentrum Hotel Delphin „durchgekämpft“. Diese Zähigkeit mag symbolisch für die Anstrengungen der Aktiven des gemeinnützigen Vereins stehen.

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Trotz trauriger Erlebnisse lassen sich Tierschützer nicht entmutigen und sind das ganze Jahr im Einsatz: Silke Hafenrichter (von Links), Irmtraud Dittrich, Jutta Schneider, Gerald Alt, Petra Oestreich, Annette Müller-Wallbaum und Sabine Leunig.

Quelle: ems

Bad Nenndorf (ems). Wie hart deren Alltag tatsächlich ist, konnte anhand eines Dia-Vortrages des Veterinäramtsarztes des Landkreises Schaumburg, Ulf Güber, durchaus von Laien und Gästen erahnt werden. Denn als der Tiermediziner viele Fotos von verhungerten Pferden, eingepferchten Kleintieren und gequälten Hunden zeigte, stand allen Anwesenden die Betroffenheit ins Gesicht geschrieben.
Auch Bärbel Oestreich aus Haste hatte Tränen in den Augen und gab an, „so etwas“ nicht für möglich gehalten zu haben, obwohl sie schon seit über einem Jahr Mitglied im Verein ist. Selbst der Vorsitzenden Jutta Schneider und deren Stellvertreterin Annette Müller-Wallbaum verdarben diese Fotos sichtlich die gute Laune. So erschien auf der Leinwand beispielsweise die völlig verdreckte Wohnung einer Frau, die ihre fünf Hunde nicht mehr Gassi führte, sondern die „Geschäfte“ komplett in allen Innenräumen verrichten ließ. „Der Boden unter sämtlichen Stuhlbeinen war mit Urin bis tief in den Grund durchnässt“, erläuterte Güber das Gezeigte und gab dazu detaillierte Beschreibungen – bis hin zu den verschiedensten Hundekoten, die deutlich sichtbar auf zwei Matratzen eines Bettes angehäuft lagen. „Die schlimmsten Bilder zeige ich gar nicht“, räumte der Arzt noch ein.
Die bis auf die Knochen verhungerten Pferde beispielsweise hatte der Verein in Zusammenarbeit mit dem Kreisveterinäramt im Sommer vor dem sicheren Tod retten können. Drei der Tiere werden seither privat aufgepäppelt, und „Pflegemutter“ Silke Hafenrichter berichtete selig von deren allmählicher Erholung. Für dieses Engagement dankte ihr der Verein mit einem Blumenstrauß. Auch Irmtraud Dittrich durfte sich über Blumen freuen, da sie für 30 Jahre Vereinszugehörigkeit geehrt wurde. Weitere Blumen gingen an Petra Oestreich und Sabine Leunig.
Die Damen dankten im Gegenzug ihrer Vorsitzenden mit bewegten Worten. „360 Tage im Jahr“ und manchmal „rund um die Uhr“ sei Schneider für das Tierheim und seine Bewohner im Einsatz. „Zu Weihnachten bringt sie allen Tieren Geschenke.“

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