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Tote ist nicht die vermisste Christine K.

Bad Nenndorf Tote ist nicht die vermisste Christine K.

Bei der Frauenleiche, die vor einigen Wochen in der Dominikanischen Republik gefunden wurde, handelt es sich nicht um die vermisste Christine K. aus Bad Nenndorf. Das teilte Axel Bergmann, Sprecher der Polizei Stadthagen, auf Anfrage unserer Zeitung mit. Von dem verschwundenen Ehepaar Christine und Reiner K. fehlt weiterhin jede Spur.

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Bad Nenndorf. Die 56-jährige Christine K., Mitarbeiterin in der Seniorenresidenz „Lindenpark“, war Anfang Mai zusammen mit ihrem 66-jährigen Ehemann in den Urlaub in die Dominikanische Republik geflogen, von wo sie jedoch nie zurückkehrten. Am 19. Mai wollten Bekannte das Paar am Flughafen in Hannover abholen. Sie warteten vergeblich. Seither gilt das Bad Nenndorfer Ehepaar als vermisst.

Im Juni erreichte die Polizei in Schaumburg eine Nachricht aus der Dominikanischen Republik, dass dort die Leiche einer Frau entdeckt worden war. Ihre Identität war unbekannt, sicher war nur, dass es keine Einheimische war. Die Frage drängte sich auf, ob es sich dabei um die vermisste Schaumburgerin handeln könnte. Die Klärung dieser Frage nahm jedoch einiges an Zeit in Anspruch. Bevor die hiesigen Beamten die entsprechenden Daten an die dominikanischen Behörden übermitteln konnten, mussten zuerst die in der Bad Nenndorfer Wohnung der beiden gefundenen DNS-Spuren fertig ausgewertet werden – was für gewöhnlich mehrere Wochen in Anspruch nimmt. Als ähnlich zeitaufwendig gestaltete sich das Erfassen der Fingerabdrücke – nicht zuletzt, da das Ehepaar seine Wohnung und das Hotelzimmer gemeinsam bewohnt hatte und es deshalb kompliziert war, die Fingerabdrücke einem von beiden zuzuordnen. Auch die nötigen Daten für einen Zahnabgleich wurden gesammelt.

All diese Informationen übersandte die Schaumburger Polizei in die Dominikanische Republik. Mit dem Ergebnis: Die Daten stimmen nicht überein, die tote Frau ist nicht Christine K. „Glücklicherweise“, so Bergmann. Doch nun stehe man wieder am Anfang, „das Ehepaar bleibt weiter verschwunden“. Derzeit überlegen deshalb die Schaumburger und dominikanischen Behörden, wie man in dem Fall weiter vorgehen könnte. Geprüft werden derzeit die Möglichkeiten einer Öffentlichkeitsfahndung auf dem Inselstaat.

Aktuell gehen die dominikanischen Ermittler auch noch einem weiteren Hinweis nach, dem zufolge ein Tourist einen Mann gesehen haben will, auf den die Beschreibung von Reiner K. passt. Diese Aussage sei allerdings noch ungeprüft, so Bergmann. Hierbei gelte es zunächst, abzuwarten, ob an der Sache überhaupt etwas dran sei. kle

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