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Bad Nenndorf Trend geht in Richtung alternative Medizin
Schaumburg Nenndorf Bad Nenndorf Trend geht in Richtung alternative Medizin
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06:16 07.11.2012
Wer nicht hören will, wird bei den Experten von Korallus Hörgeräte verwöhnt: Auch die Jüngsten Besucher machen beim Hörtest mit. Quelle: tes
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Bad Nenndorf (tes). Hören, Sehen, Fühlen und Schmecken: Alle Sinnesorgane wurden angesprochen, Beschwerden unter die Lupe genommen und Therapien verdeutlicht. Viele Besucher suchten das Gespräch mit Experten aus verschiedenen Fachbereichen, testeten Schüssler-Salze, Ginseng, Gedächtnistraining, brachten beim „Heigln“ ihre Gelenke in Schwung und machten beim Lach-Yoga mit.

„Vor Lachen in die Hose machen?“: Unter diesem Titel referierte Physiotherapeutin Elke Wissel über Hilfe bei Inkontinenz. Der Bedarf war groß, die Hemmschwelle immens. Kein Wunder: Fast jede zweite Frau und nahezu jeder fünfte Mann wird mit Inkontinenz konfrontiert. Große Nachfrage verzeichnete der Vortrag von Achim Finsterle zur sanften Chiropraktik, die auf gezieltes „Justieren“ des Körpers setzt. Der Experte warnte vor „gewaltsamem herumränken“ und berichtete von positiven Erfahrungen, die ihn selbst vor dem Rollstuhl bewahrt hätten. „Das ist ermutigend“, fragte eine Zuhörerin, warum die Behandlung nicht von der Krankenkasse übernommen werde. „Deutschland ist Entwicklungsland auf dem Gebiet der Chiropraktik“, berichtete Finsterle.

Erst seit Juli gebe es eine Ausbildungsmöglichkeit in Dresden. Über regen Zulauf freute sich Monika Kampers vom Kneipp-Verein: „So macht das richtig Spaß.“ Aus Sicht der Aussteller steht einer Fortsetzung der Gesundheitsmesse nichts im Weg. Gabriele Korallus vom Organisationsteam zog eine positive Bilanz: „Besonders die Vorträge wurden sehr gut angenommen. Die Leute nutzen die Gelegenheit, sich gezielt zu informieren, die Aussteller knüpften Kontakte.“ Aufgrund der Resonanz schloss sie: „Der Trend geht in Richtung alternative Medizin.“ Länger besser leben: Diesen Slogan der BKK24 haben sich Erich und Elke Scholz schon lange zur Devise gemacht. Sie gingen mit neuen Anregungen nach Hause, „sich selbst etwas Gutes zu tun“ und wollen auf jeden Fall wiederkommen.

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