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Trittin und Edathy bei Gegendemonstration

Bad Nenndorf/Hannover / Naziaufmarsch Trittin und Edathy bei Gegendemonstration

Der Protest gegen den Naziaufmarsch am 4. August erhält Unterstützung des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) und von prominenten Politikern aus Berlin.

Bad Nenndorf/Hannover (gus, r). So hat der frühere Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) ebenso eine Rede in Bad Nenndorf angekündigt wie der heimische Bundesabgeordnete und Vorsitzende des NSU-Untersuchungsausschusses, Sebastian Edathy (SPD).

 Das Bündnis „Bad Nenndorf ist bunt“ hatte erstmals landesweit zu Protesten gegen den sogenannten „Trauermarsch“ aufgerufen, den Neonazis zum siebten Mal in der Kurstadt abhalten, heißt es in einer Pressemitteilung des evangelischen Pressedienstes. DGB-Regionssekretär Steffen Holz sagte am Freitag in Hannover, er rechne mit bis zu 1500 Teilnehmern bei der Gegenkundgebung und mit den Rednern Trittin und Edathy.

 Die Nazis verdrehen mit ihren Aktionen die Geschichte, um in Bad Nenndorf eine nationalsozialistische Kultstätte zu etablieren, sagte Holz. Dagegen macht das Bündnis aus Parteien Gewerkschaften, Kirchen und Vereinen mobil. Unterstützung erhält es außerdem von Landespolitikern der SPD, der Grünen und der Linksfraktion sowie von der CDU im Kreis Schaumburg.

 Ebenfalls am Freitag rief die IG-Metall Nienburg-Stadthagen zur Teilnahme am Protest gegen die Neonazis auf. „Wir als IG Metall sagen: Wo immer Neonazis auftreten, um ihre menschenverachtende Gesinnung zu verbreiten, werden wir da sein und zeigen, dass Nazis nicht erwünscht sind – nicht in Bad Nenndorf und auch sonst nirgendwo.“ Jedermann sei aufgefordert, sich an der Demonstration zu beteiligen.

 Zum Ablauf: Für 9 Uhr ist ein ökumenischer Gottesdienst an der Kurmuschel geplant. Um 10.30 Uhr soll die Kundgebung des DGB an der Bornstraße beginnen. Für 12 Uhr ist eine weitere Kundgebung an der Kurhausstraße angesetzt. Dort befindet sich ein Gedenkstein für die jüdischen Opfer im Dritten Reich. Wegen der unübersichtlichen Situation mit mehreren Gegendemonstrationen und einem großen Polizeiaufgebot kann es zu Verzögerungen kommen.

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