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„Typisch deutsch“

Straßenmusiker „Typisch deutsch“

Spontan hatte Alleinunterhalter Wilhelm Meier auf dem Weg von Hannover nach Herford in Bad Nenndorf einen Stopp eingelegt, um im Kurpark ein paar Lieder auf seiner Drehorgel zu spielen.

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Ahoi: In Bad Nenndorf ist Wilhelm Meier nicht so freundlich empfangen worden.

Quelle: PR

Bad Nenndorf. „Ich dachte, ich mache den Menschen im Kurpark eine Freude damit“, sagt der 71-Jährige. Doch schon nach kurzer Zeit seien Mitarbeiter der Tourist-Information zu ihm gekommen und hätten ihn aufgefordert, den Park zu verlassen.

„Mir wurde das sehr freundlich gesagt, aber einige Zuhörer waren doch etwas enttäuscht und konnten das nicht nachvollziehen“, berichtet Meier. Ihm sei gesagt worden, dass die Kurparkordnung einen Alleinunterhalter nicht zulasse. Straßenmusik sei im Kurpark nicht erlaubt, bestätigte eine Mitarbeiterin der Tourist-Information. Mit einer vorherigen Genehmigung könne höchstens in der Fußgängerzone musiziert werden.

„Habe einigen Menschen eine Freude gemacht“

„Ich fand das sehr schade, weil ich mit einigen Menschen in dem Kurpark mit meiner Musik eine Freude gemacht habe“, berichtet Meier. Einige Zuhörer hätten sich richtig empört als Meier weggeschickt wurde.

Der 71-jährige Rollstuhlfahrer meint, dass es in anderen Parks in anderen Städten meist kein Problem sei, wenn er mit seiner Drehorgel auftauche. Da zu dem Zeitpunkt, als er in Bad Nenndorf war, kein Konzert oder eine andere Veranstaltung in dem Kurpark geplant war, „dachte ich, dass es kein Problem darstellt, wenn ich meine Drehorgel auspacke“. Oft werde er von Städten oder Gemeinden extra arrangiert, um Musik zu machen. In Bad Nenndorf habe er gar nicht unbedingt vorgehabt, etwas zu verdienen, erklärt er.

Mit Harald Juhnke vor der Kamera

Für Meier ist das Verbot „typisch deutsch“. Er habe viele Jahre in den USA, Spanien und den Niederlanden gelebt. Da sei man ihm freundlicher begegnet. Üblicherweise sei er als Alleinunterhalter auf Kreuzfahrtschiffen unterwegs. Er habe aber auch lange beispielsweise den Hauptmann von Köpenick gespielt und stand mit Harald Juhnke in diesem Zusammenhang 1997 für den Film „Hauptmann von Köpenick“ vor der Kamera. „Ich hatte aber nur eine kleine Rolle“, schmunzelt der gebürtige Herforder. jemi

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