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Über bunter Kita weht bunter Richtkranz

Bad Nenndorf / Richtfest Über bunter Kita weht bunter Richtkranz

„Bad Nenndorf wird bunter.“ Manfred Seller, Geschäftsführer der Paritätischen Lebenshilfe Schaumburg Weserbergland (PLSW), hat beim Richtfest der neuen Kindertagesstätte an der Bahnhofstraße am Mittwochnachmittag (31. August) keinen Zweifel daran gelassen, wie das Treiben in der Einrichtung künftig aussehen wird: bunt, vielfältig und lebendig.

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Franka Stefanski und Architekt Rainer Meßmann lassen beim Richtfest die Bauphase Revue passieren. © kcg

Bad Nenndorf (kcg). Dabei bezog sich Seller auch auf die äußere Gestaltung des farbenfrohen Neubaus: „Ich weiß, dass dieses Gebäude polarisiert.“

Der bunte Mix der Farben für Fassaden und Dächer habe viele Diskussionen ausgelöst, sagte Seller. Umso mehr hoffe er, dass die Gäste des Richtfestes die Baustelle mit einem guten Eindruck verlassen. Ein dickes Lob zollte Seller den Handwerkern. Nachdem bei den Bodenarbeiten Versorgungsleitungen entdeckt worden waren, hätten die Bauarbeiter in den vergangenen Monaten „den Turbo“ eingelegt, um die Verzögerung auszugleichen.

Auch PLSW-Geschäftsbereichsleiterin Franka Stefanski bedankte sich bei Handwerkern und den Architekten Hans Jäger und Rainer Meßmann, die trotz Regens und Hitze und stressiger Detailplanungen unter Hochdruck gearbeitet hätten. Ergebnis: „Wir liegen im Zeitplan“, freute sich Stefanski und betonte: „Ich hoffe, dass wir am 1. Februar öffnen können.“

„Diese Kita führt zu Veränderungen, die wir brauchen.“ Für Samtgemeindebürgermeister Bernd Reese könne mit der neuen Kita vor allem in Bad Nenndorf die Betreuungssituation erheblich verbessert werden. „Die Bedeutung der Kinder für die Zukunft ist uns allen bewusst“, sagte der Verwaltungschef.

Daher liege „unser Augenmerk auf der Schaffung flexibler Betreuungszeiten“, um so die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu ermöglichen. „Wir machen durch diese Kindertagesstätte einen wesentlichen Schritt in Richtung Bedarfsdeckung“, sagte Reese.

Integrativ spielen und lernen

In den drei Kitagebäuden, die durch einen großen Spielbereich miteinander verbunden werden, können ab 2012 mehr als 60 Kinder mit und ohne Handicaps in fünf Gruppen spielen und lernen.

54 Anmeldungen liegen der PLSW bereits vor, erklärt Franka Stefanski, der Bedarf an Krippenplätzen sei besonders hoch. 17 Kinder mit heilpädagogischem Förderbedarf seien angemeldet worden. Dabei haben die meisten Eltern der Kinder nach Auskunft Stefanskis den klaren Wunsch nach integrativer Bildung und einer ganztägigen Betreuung ihrer Kinder geäußert.

Das entspreche allerdings nicht der ursprünglichen Planung der Samtgemeinde Nenndorf, die in den beiden Krippengruppen und der vorgesehenen Regelgruppe von einer maximalen Betreuungszeit bis 13 Uhr ausgeht. Sie will sich daher bei der Verwaltung für eine Ausweitung der Betreuungszeiten einsetzen. Zudem zielt die PLSW darauf ab, zwei integrative Krippengruppen, zwei altersübergreifende Integrationsgruppen und eine heilpädagogische Gruppe anzubieten, um dem Bedarf der Eltern gerecht zu werden.

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