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Ultimatum für Industriebrache

Bad Nenndorf Ultimatum für Industriebrache

In Sachen Industriebrache an der B65 will die Stadt Bad Nenndorf jetzt mehr Druck auf den Eigentümer ausüben.

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In der Dämmerung wirkt das alte Industriegelände an der B65 schon ein wenig unheimlich. Das Verfahren zur B-Plan-Änderung soll Bewegung in die Sache bringen.

Quelle: kle

Bad Nenndorf. Nach Wunsch des Bauausschusses soll eine Änderung sowohl des entsprechenden Bebauungs- (B-Plan) als auch des Flächennutzungsplans (FNP) angeschoben werden, die das Gelände am Ende als landwirtschaftliche Fläche ausweisen würden. Damit stellt die Stadt dem Eigentümer eine Art Ultimatum.

 Seit Jahren stehen auf dem Gelände gegenüber dem Kraterzoo noch die Überreste der ehemaligen Möbelfabrik Harms. Der seit 1997 geltende B-Plan „Am Krater“ sieht für die Fläche eine Bebauung mit Reihenhäusern vor. Entsprechende Pläne wurden jedoch nie umgesetzt, unter anderem, da das Gelände aufgrund der früheren Nutzung mit Schadstoffen belastet ist. Gespräche zwischen Verwaltung und Eigentümer führten zu keinem Ergebnis.

 Das Problem daran – ganz abgesehen von der optischen Komponente: „Die jahrelange Nichtumsetzung dieses Baurechtes behindert die städtebauliche Entwicklung der Stadt Bad Nenndorf“, so die Erläuterung der Verwaltung. Bei allen Vorhaben, die neue Baugebiete für Bad Nenndorf beträfen, müsse dieses als potenzielles Bauland in die Planungen mit einbezogen werden. Dem Gesetz nach sollen beispielsweise solche Brachflächen gegenüber landwirtschaftlichen oder bewaldeten Flächen bevorzugt werden, wenn es um das Anlegen neuer Wohngebiete geht.

 „Um den Druck auf den Investor zu erhöhen, nunmehr ernsthaft eine realistische Umwandlung des Areals in Bauland zu betreiben, sollte das Verfahren zur Aufhebung des B-Planes betrieben werden.“ In der Folge wäre dort keine Wohnbebauung mehr erlaubt. Dieses Verfahren, so der Vorschlag der Verwaltung, könnte gegebenenfalls wieder eingestellt werden, wenn der Eigentümer Bemühungen zur Entwicklung der Flächen erkennen lässt.

 Die meisten Ratsmitglieder begrüßten den Vorstoß. „Das ist eine riesige Fläche direkt am Eingang zu Bad Nenndorf“, beklagte Cornelia Jäger von der CDU. „Da muss etwas passieren.“ Ralph Tegtmeier äußerte jedoch seine Bedenken in Bezug auf den Erfolg der Aktion: „Es kann passieren, dass wir am Ende eine landwirtschaftliche Fläche haben, auf der dann aber immer noch eine Industriebrache steht.“

 Auch in Bezug auf den Rückbau der Fabrikruine sei das Anleiern des Verfahrens momentan das beste Druckmittel, erklärte Bauamtsleiter Hans-Bernhard Kampen. „Sonst werden wir immer weiter hingehalten“, ergänzte Stadtdirektor Bernd Reese. Während die WGN sich dafür aussprach, bis Oktober erst noch einmal abzuwarten, befürwortete die Mehrzahl der Bauausschussmitglieder den Vorschlag der Verwaltung. Die Kosten für eine Änderung des FNPs und des B-Plans lägen bei rund 10000 Euro. kle

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