Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 1 ° Regenschauer

Navigation:
Umweltausschuss will Zusatzstelle

Meilensteine für die Natur Umweltausschuss will Zusatzstelle

Der Umweltausschuss der Stadt Bad Nenndorf hat sich dafür ausgesprochen, den Naturschutz mit einer zusätzlichen Stelle in der Verwaltung zu stärken. Außerdem soll ein Programm zum Anlegen von Blüh- und Ackerrandstreifen aufgelegt werden.

Voriger Artikel
Glück im Unglück
Nächster Artikel
Attacke mit getarnten Elektroschockern

Bad Nenndorf. WGN-Politiker Bernd Zimmermann hatte die Zusatzstelle beantragt, um dem Bauamt die nötige Expertise zu verschaffen, sich dem immer wichtigeren Umweltbereich zu widmen. „Nenndorf hat eine kritische Größe erreicht, wo eine Fachkraft einfach benötigt wird“, sagte Zimmermann. Bei der finalen Entscheidung handelt es sich zwar um eine Angelegenheit der Samtgemeinde Nenndorf, da aber die Stadt Bad Nenndorf die meiste Arbeit verursacht, brachte der WGN-Politiker den Vorstoß dort ein.

Samtgemeindebürgermeister Mike Schmidt stellte klar: Der Bedarf sei da, es sei aber auch zu klären, wie die Stelle zu bezahlen ist. Daher schlug er eine Erhöhung der Samtgemeindeumlage um die Personalkosten von etwa 60.000 Euro vor.

Einstimmiges Votum

Heinrich Steding (CDU) wunderte sich darüber, dass der Verwaltungschef in Dialog mit nur einer Fraktion in dieser Sache getreten war, wie Schmidt zuvor betont hatte. Er habe das Gefühl, so Steding, „dass die Politik der Verwaltung das Personal aufquatscht“. Schmidt präzisierte: Der Dialog mit Zimmermann als Umweltausschussvorsitzenden sei immer dann entstanden, wenn wieder ein Antrag aus dem Umweltsektor nicht bearbeitet werden konnte.

Auf Vorschlag von Erich Thies (CDU) wurde die Sache per Beschluss an die Samtgemeinde weitergeleitet. Der Umweltsausschussvorsitzende der übergeordneten Kommune, Henning Dormann (WGN), saß mit am Tisch und nickte zustimmend. Das Votum fiel einstimmig aus.

Schutzzonen für Insekten gefordert

Was aber, so Zimmermann, wenn die Zusatzstelle auf Ebene der Samtgemeinde abgelehnt wird? „Dann behandeln wir das wieder von vorn“, so Thies. Friedrich Varwig (SPD) verwies darauf, dass Bad Nenndorf den größten Teil der Samtgemeindeumlage zahlt. „Ich kann mir vorstellen, dass die Samtgemeinde das mitträgt“, sagte Varwig.

Thorben Preuß (SPD) wünschte sich bei einem anderen Vorstoß, dass die Stadt ein Randstreifenprogramm initiiert, um an Feldern Schutzzonen für Insekten und andere Tiere zu fördern. Diese Korridore sollen nicht gedüngt und teils auch nicht beackert werden. Die Stadt müsste die Feldraine von den Landwirten pachten, vorher ist ein Kataster zu erstellen.

Varwig begrüßte das Ansinnen. Unter anderem gehe es auch darum, das sukzessive Überpflügen von Wegrändern in der Feldmark einzudämmen. Schmidt sagte, solch ein Programm sei nur umsetzbar, wenn der Umweltsachbearbeiter eingestellt wird. Der Ausschuss stimmte geschlossen für das Randstreifenprogramm. gus

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Online suchen, Angebot finden, einkaufen gehen: Das steckt in Kurzform hinter „Kauf hier – lokal & digital“. Eine Auswahl aktueller und preislich besonders attraktiver Produkte finden Interessierte stets auf unserer Homepage... mehr

Eine gute Tradition findet regelmäßig ihre Fortsetzung – die „Aktion Weihnachtshilfe“. In der Vorweihnachtszeit rufen die Schaumburger Nachrichten unter dem Motto „Schaumburger helfen Schaumburgern“ jedes Jahr zu Spenden für bedürftige Menschen im Landkreis auf. mehr

Schaumburg