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Unter den Linden bleibt’s kuschelig

Bad Nenndorf Unter den Linden bleibt’s kuschelig

Sie gilt als eine der schönsten Straßen Bad Nenndorfs – doch die Lindenallee ist augenscheinlich in die Jahre gekommen. Jetzt will die Stadt die rund 200 Meter lange Strecke zwischen Lehnhast und Wilhelmstraße ein wenig aufpolieren.

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Politiker, Verwaltungskräfte undAnwohner diskutieren über mögliche Verbesserungen.

Quelle: gus

Bad Nenndorf. Dass dies in recht kleinen Schritten geschieht, ist einem Interessenkonflikt geschuldet, der deutlich wurde, als der Bauausschuss die Lindenallee gemeinsam mit Verwaltungsmitgliedern und Anwohnern besichtigte. Manche Anlieger pochen nämlich auf den Erhalt des kuscheligen Allee-Charakters, andere sähen es lieber, dass die Stadt Platz schafft für fahrende wie für parkende Autos. Doch die Verkehrsberuhigung hatte einst bei der Gestaltung der mit Verbundstein gepflasterten Straße eine entscheidende Rolle gespielt.

Deshalb hatten es die Politiker zwar nicht leicht, adäquate Maßnahmen in die Wege zu leiten, doch unterm Strich stand durchaus Beachtliches zu Buche. Alle Pflanzkübel und Baumstümpfe werden beispielsweise entfernt. Speziell die Betongebilde mit ihrem trist anmutenden Grünzeug ließen manche Bauausschussmitglieder die Nase rümpfen. „Ich fand die ziemlich gruselig“, sagte auch Stadtdirektor Mike Schmidt.

Außerdem sollen die von Privatleuten auf Rasenstreifen abgelegten Steine verschwinden. Um das Parken auf diesen öffentlichen Flächen dennoch zu unterbinden, lässt die Stadt Holzpfosten mit Reflektoren aufstellen. Der Vorteil: Die Autofahrer erkennen die Pfosten besser als die Steine, was ihnen im Zweifelsfall Schäden am Fahrzeug erspart, aber das unerlaubte Parken dennoch unterbindet. Das Problem ist offenkundig akut: An einer besonders kritischen Stelle muss sogar der Boden geglättet und der Rasen neu eingesät werden.

Das Schaffen zusätzlichen Parkraums gestaltete sich besonders schwierig. Immerhin wurde die Verwaltung beauftragt, drei Stellflächen zu vergrößern, indem die Schrägen im Pflaster beseitigt werden. Ein Parkplatz wird ganz neu angelegt. Das Schaffen eines zweiten neuen Parkplatzes scheiterte an der Enge der Lindenallee. Volker Busse (SPD) und Bauamtsmitarbeiterin Mandy Keppel stimmten darin überein, dass die Fläche direkt an einer Verschwenkung problematisch wäre. Davon ließen sich auch der Stadtdirektor und der Bauausschussvorsitzende Herbert Kruppa überzeugen.

Mit den getroffenen Maßnahmen hatten Politiker und Verwaltung das Maximum herausgeholt, das mit den im Haushalt noch verfügbaren 10.000 Euro zu bewerkstelligen ist. Auch acht neue Bäume – selbstverständlich Linden – werden neu gepflanzt. Das ist zumindest das Ziel, damit die Allee eine Allee bleibt. gus

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