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Unternehmer befürchtet „wirtschaftlichen Gau“

Bad Nenndorf / Bürgerversammlung Unternehmer befürchtet „wirtschaftlichen Gau“

Für Aufregung hat der Vorentwurf für die Sanierung der Bahnhofsstraße bei einer Bürgerinformationsveranstaltung gesorgt. Ingenieur Andreas Kruse und Architekt Ivar Henckel stellten den Vorentwurf vor, für den sich der Bauausschuss ausgesprochen hatte (wir berichteten).

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Manches ist noch Zukunftsmusik: Architekt Ivar Henckel informiert über den aktuellen Planungsstand.

Quelle: kil

Von Kirsten Elschner

Bad Nenndorf. Dieser sieht einen Vollausbau der Strecke vom Ende der Rodenberger Allee bis zur Einmündung Kurhausstraße vor. Deckschicht und Unterbau sollen erneuert werden, was den Planern zufolge „lediglich“ 60 000 Euro mehr koste, als bloß die Oberfläche zu fräsen und eine neue Decke aufzutragen.

Den „größten Kummer“, so Kruse, bereiteten die Wasserleitungen aus Asbest-Beton, die sehr erschütterungsempfindlich seien. Keiner wisse, „wann genau diese verlegt wurden“ – vor 50 oder 60 Jahren, schätzt Kruse. Um überraschende Schäden während der Bauarbeiten zu vermeiden, kläre man dies mit dem Wasserverband. Im Großen und Ganzen sei der Unterbau aber noch gut.
Wolfgang Seifert, Besitzer der Tankstelle an der Rodenberger Allee, äußerte Skepsis und sprach im Anschluss von einem „wirtschaftlichen Gau“. Er ist gegen den Vollausbau.
Ähnlich äußerte sich ein weiterer Anwohner. Nur die Decke zu erneuern wäre günstiger und würde den Verkehr weniger behindern, sagte Seifert. Im Falle eines Vollausbaus fürchtet der Tankstellenbetreiber einen Umsatzverlust von 50 Prozent.

Kruse entgegnete: Eine neue Richtlinie erfordere, dass Deckschicht und Unterbau mindestens 65 Zentimeter betragen. Aktuell sei dieses „Paket“ dünner. Würde man die Decke nun fräsen, müsste man das Straßenniveau um sechs Zentimter anheben und die Gehwege daran anpassen.
Weiterhin kritisierte Seifert, dass sich die Baustelle zeitlich mit der geplanten Hauptstraßensanierung überschneiden könne, was den Verkehrsfluss doppelt belaste. Stadtdirektor Bernd Resse erwiderte, dass man in Bad Nenndorf geübt darin sei, mehrere Projekte zeitgleich am Laufen zu haben.
Anregungen und Alternativlösungen aus der Versammlung sollen in den betreffenden Gremien diskutiert werden. Ende des Jahres könnte es einen endgültigen Beschluss im Verwaltunsgausschuss geben, so Reese im Anschluss.

Für die Zuschüsse müssen bis Ende 2015 alle Arbeiten an Bahnhofsstraße und Hauptstraße abgeschlossen sein.

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