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Ursache noch nicht geklärt

Wasserschäden im Kurpark Ursache noch nicht geklärt

Noch immer ist in Bad Nenndorf nicht restlos geklärt, wie es zu den ständigen Wasserschäden im Kurparkbereich Esplanade kommt. Fest steht, dass die Abläufe ausreichend groß bemessen wurden. Das Problem dürfte vielmehr die wassergebundene Decke sein.

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Die Decke ist undurchlässig geworden – daher reichen die Abläufe nicht aus, um bei Starkregen alles Wasser im Kurpark abzuführen.

Quelle: gus

BAD NENNDORF. Die Stadtpolitik hat laut Verwaltung im vergangenen Jahr einmütig beschlossen, ein Entwässerungskonzept für die Esplanade zu erstellen. Dafür sind 34.000 Euro in den Haushalt für 2018 eingetragen worden. In diesem Jahr sollen auch die Arbeiten an dem Konzept erfolgen. Das Papier erstellen Kräfte des Nenndorfer Rathauses.

Bereits jetzt ist aber sicher, dass gleich mehrere Dränage-Elemente neu installiert werden: so zum Beispiel drei Abläufe im Zuge der abschüssigen Strecke von der Promenade entlang dem Boulodrom bis hinunter zum Sonnengarten. An drei ausgewählten Stellen soll ein Gitter quer über die gesamte Wegbreite eingearbeitet und per Ablaufrinne an das übrige Dränagesystem angeschlossen werden.

Gutachten in Arbeit

Zwei weitere solcher Elemente sind an der Treppe unterhalb der Kurmuschel und jener hinunter zum Hotel Esplanade eingeplant. Die wassergebundene Oberfläche neben der Wandelhalle wird dann von einem 37 Meter breiten Gitter durchtrennt, sodass dort erhebliche Entspannung zu erwarten ist.

Generell sind die Abläufe an der Esplanade aber gar nicht unterdimensioniert gewesen. Dazu liegen der Stadt Nachweise vor. Die jetzt geplanten Maßnahmen sollen zusätzliche Sicherheit für extreme Niederschlagsereignisse bringen. Zudem ist ein Gutachten zur wassergebundenen Decke in Arbeit.

Kein Planungsfehler

Diese ist nämlich bereits nach wenigen Jahren derart verdichtet gewesen – die Sanierung der Esplanade endete ja erst in 2014 –, dass sie Wasser kaum mehr aufnimmt. Somit handelt es sich faktisch um eine versiegelte Fläche, was in die Berechnungen des Ingenieurbüros so nicht eingeflossen war. Denn eigentlich soll das Wasser dort versickern. Daher liegt kein Planungsfehler vor.

Ob ein Ausführungsfehler beim Herrichten der Fläche oder unzureichende Pflege zu der Verdichtung geführt hat, wird derzeit ermittelt. Gut möglich ist aus Sicht der Stadt, dass es tatsächlich die eigene Schuld war. Laut Bauamtsleiterin Annette Stang muss eine wassergebundene Decke regelmäßig geharkt und gewalzt sowie bei Trockenheit bewässert werden.

Welche Schuld trägt die Stadt?

Stadtdirektor Mike Schmidt will niemandem einen Vorwurf machen – es ist nicht einmal sicher, ob das verfügbare Personal überhaupt im Stande gewesen wäre, die nötigen Arbeiten zu leisten.

Ein weiteres Problem könnte der Verkehr schwerer Fahrzeuge in dem Bereich sein. Und auch ob Imbissstände bei Veranstaltungen der Oberfläche guttun, sei zweifelhaft.

Dass die Stadt diesmal mit lupenrein weißer Weste aus der Sache herauskommt, ist also eher unwahrscheinlich. Anders ist es hinsichtlich des Mauerschadens gewesen: Da waren Planer und ausführende Firma die Verantwortlichen. Diese haben den Schaden auch behoben und sind für Präventivmaßnahmen aufgekommen. gus

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