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Verlassenen Rädern auf der Spur

Bad Nenndorf / Polizei-Aktion Verlassenen Rädern auf der Spur

Bessere Übersicht und mehr aufgeklärte Fahrraddiebstähle sind das Ziel einer Offensive, die der Polizei-Kontaktbeamte Jürgen Henze gestartet hat. Im ersten Schritt sollen offensichtlich herrenlose Drahtesel von den großen öffentlichen Fahrrad-Stellplätzen entfernt werden.

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Offenbar herrenlose Fahrräder sollen von den öffentlichen Stellplätzen verschwinden.

Quelle: gus

Bad Nenndorf (gus). So wie Förster Wälder aufmöbeln, indem sie alte Bäume fällen, will Henze in Kooperation mit dem Ordnungsamt solche Fahrräder ausfindig machen, die dauerhaft beispielsweise an den Bahnhöfen abgestellt sind, ohne dass sich jemand dafür verantwortlich fühlt. Vor allem beschädigte Räder – auch wenn diese lediglich einen „Platten“ haben – werden häufig an Bahnhöfen „stumm entsorgt“. Und auch gestohlene Fahrräder stehen oft herum, weil die Diebe nur ein kurzzeitiges Interesse hatten: schnell zum Zug zu kommen.
Henze will zweierlei erreichen: Einerseits soll es an den Stellplätzen übersichtlicher werden, indem Kaputtes und Gestohlenes abtransportiert wird. Zweitens will die Polizei damit auch möglichst zahlreiche „Karteileichen“ entfernen, denn wenn sich feststellen lässt, dass ein herrenloses Bahnhof-Fahrrad einem Diebstahl zuzuordnen ist, können die Beamten einen solchen „Fall“ abhaken.
In einem dritten Schritt will Henze gezielte Kontrollen starten, speziell in Bahnhofsnähe. Dabei sei festzustellen, ob die jeweiligen Radler auch zu ihrem Rad passen. Dies soll die Aufklärungsquote von Diebstählen noch weiter steigern.
Doch erst einmal geht es ans Durchforsten der Fahrradständer. Und dabei brechen die Mitarbeiter des Bauhofs nicht etwa auf Geheiß der Ordnungshüter blindlings Schlösser auf. Vielmehr nimmt Henze die Abstellplätze genau unter die Lupe und heftet einen Zettel an solche Drahtesel, die in das Schema passen: Beschädigt und dauerhaft „entsorgt“.
Auf dem Zettel erfährt ein potenzieller Adressat, dass das betreffende Rad binnen sieben Tagen abtransportiert wird. Sollte das Rad also doch noch „in Gebrauch“ sein, kann der Nutzer es rechtzeitig abholen. Ansonsten nimmt der Bauhof es mit und übergibt es dem Ordnungsamt. Dort wird das Rad dann als reguläre Fundsache behandelt: Ein halbes Jahr lang hat der Besitzer Zeit, sich zu melden, dann folgt die Versteigerung.
Nicht nur in Bad Nenndorf, auch in Haste will Henze tätig werden.

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