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VfL lädt die ganze Stadt ein

Fest „gegen Rassismus und Gewalt“ am 6. August VfL lädt die ganze Stadt ein

Der VfL Bad Nenndorf lädt alle Einwohner der Stadt ein, mit dem Verein eine Party zu feiern. Termin ist Sonnabend, 6. August, denn auch der VfL möchte das Wegbleiben der Nazis in diesem Jahr gebührend würdigen.

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Die VfL-Mitglieder wollen wieder auf die Straße gehen – und zwar, um ein nazifreies Fest zu feiern.

Quelle: pr.

BAD NENNDORF. Weil der Aufmarsch in diesem August ausbleibt, lautet das Motto „Sportler mit Zivilcourage – gegen Rassismus und Gewalt“. Gefeiert wird, „dass die Bahnhofstraße bis zum Winckler-Bad wieder an 365 Tagen im Jahr uns gehört“, schreibt Sigrid Bade in einer Ankündigung.

Dass es diesmal erheblich spannungsfreier zugehen dürfte, hat auch Auswirkung auf die musikalische Gestaltung. Dröhnten in den vergangenen Jahren noch Partylieder aus den Lautsprechern von CD-Anlagen, gibt es diesmal Livemusik. Jo und Julian Goebel spielen auf der Bahnhofstraße vor dem Parkhotel Deutsches Haus.

Die Party im Bereich des Winckler-Bades beginnt nach dem Ende der Kundgebungen, die gegen 13 Uhr vorüber sein sollen. Die Bahnhofstraße wird in diesem Bereich bis 20 Uhr für den Verkehr gesperrt. Das Kirchenmobil aus Obernkirchen ist auch dort, außerdem wird es Spielaktionen für Kinder geben. Der gestrickte Wigwam bekommt ebenfalls einen Platz.

 Ort der Vielfalt

Der VfL ergreift gewissermaßen die Gelegenheit beim Schopf, nach mehr als zehn Jahren des Widerstands auf das Geleistete zurückzublicken. „Mit unseren fröhlichen Aktionen gegen den sogenannten Trauermarsch der Neonazis haben wir in den letzten Jahren zusammen mit dem Bündnis ‚Bad Nenndorf ist bunt‘ gezeigt, dass Bad Nenndorf ein Ort der Vielfalt ist, Geschichtsverdrehung bei uns nicht ankommt und hier für nationalistisches Gedankengut kein Platz ist“, betont Bade.

Der VfL bekam für seine Aktionen gegen den Aufmarsch viel überregionale Anerkennung. Beispielsweise hat das Bundesinnenministerium dem größten Verein der Kurstadt in einem Video mit dem Titel „Vereint gegen Rechts“ viel Zeit gewidmet. gus

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