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Viel Lärm um neue Druckerei

Umweltausschuss Viel Lärm um neue Druckerei

Bei einer neuen Gewerbeansiedlung ist viel zu beachten. Eine große Fläche wird versiegelt, der Verkehr nimmt zu, Emissionen steigen an und auch das Landschaftsbild wird verändert. Das ist auch Thema im Umweltausschuss gewesen.

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Hier könnte ein Schallschutz gebaut werden.

Quelle: göt

Bad Nenndorf. Auf all diese Punkte ist Gerd Borstelmann vom Landschaftsarchitekturbüro Georg von Luckwald in seinem Umweltbericht bezüglich der Ansiedlung der Sedai Druckerei an der Gehrenbreite eingegangen, das Papier wurde jetzt im Umweltausschuss thematisiert.

Um dem zunehmenden Verkehr gerecht zu werden, soll die Kreuzung von B442 und Gehrenbreite ausgebaut werden (wir berichteten). Auch dafür müssen Schallschutzmaßnahmen ergriffen und Ausgleichsflächen gefunden werden. Für den Umbau der Kreuzung und die Versiegelung der Gewerbefläche sind zwei Ausgleichsflächen geplant. Zum einen östlich von Riehe in der Moorwiese, wo zu einem späteren Zeitpunkt eine Renaturierung der Bünte denkbar ist, und zum anderen bei der Nabu-Oase.

Ansprechendes Bild erwünscht

Doch auch auf der Gewerbefläche sollen Grünstreifen angelegt werden, berichtete Borstelmann. Die geplante Druckerei wird sich schließlich an einem der Ortseingänge der Kurstadt befinden und soll deshalb ansprechend aussehen. Diesen Punkt betonten auch die Ratsleute in der folgenden Diskussion. Besonders wünschenswert aus ihrer Sicht sind begrünte Dächer, insbesondere weil das Grundstück abfällt und die Dächer teilweise gut einsehbar sind.

Rund um das Gelände ist deshalb ein Grünstreifen von rund 15 Metern Breite geplant. Auch die Asphaltdecke des Parkplatzes soll, geht es nach den Landschaftsarchitekten, mit Pflanzen aufgelockert werden. „Wir wollen Grünqualitäten schaffen“, sagte Borstelmann. Dies stellte er allerdings unter den Aspekt der Nutzbarkeit für die Druckerei.

Beispielsweise würde sich hier die Frage stellen, ob begrünte Dächer bei einer Druckerei umsetzbar sind. Zudem ist noch offen, wie die Gebäude überhaupt angeordnet werden. Neben der Begrünung stand vor allem der Schallschutz im Fokus. Vorstellbar sind Lärmschutzwälle oder -wände, die an den Grünstreifen anschließen. Bäume und Büsche sollen außerdem Schall schlucken. Heinrich Steding (CDU) schlug vor, die Schallschutzwand in südlicher Richtung nicht auf das Gelände zu stellen, sondern hinter die Gleise. „Wir müssen ja nicht die Bahn vor dem Gewerbelärm schützen“, gab er zu Bedenken. Den Vorschlag hat Borstelmann vermerkt. Doch müsse für diese und andere Details zunächst die weitere Planung der Druckerei abgewartet werden. göt

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