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Bad Nenndorf Vogelpark wird zum Streichelzoo
Schaumburg Nenndorf Bad Nenndorf Vogelpark wird zum Streichelzoo
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17:49 27.03.2012
Anlaufpunkt für Kinder und Familien: Der kleine Zoo am Krater setzt verstärkt auf heimische Tierarten statt auf Exoten. Quelle: kcg
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Bad Nenndorf (kcg). Statt auf Exoten setzen Betreiber und Förderverein dabei verstärkt auf Tierarten wie Ziegen, Schafe und Hängebauchschweine.

„Der Zoo war Lieblingskind von Gründer Werner Schulz, der viele Zuchterfolge von seltenen Vogelarten vorweisen konnte“, erinnerte Panter. Problematisch sei aber die Haltung der Exoten, die strengen Auflagen unterliege. Lösung sei der Umbau zum Streichelzoo, der immer weiter fortschreitet. Neu eingezogen seien zum Beispiel Streifenhörnchen, die besonders bei Kindern beliebt seien. Für die Waschbären soll ein Freigehege gebaut werden und auf der ehemaligen Flamingowiese wird in diesem Jahr eine Streichelwiese entstehen.

Maßgeblich verantwortlich für den Umbau ist Florian Büschenfeld, der den Zoo gemeinsam mit Lebensgefährtin Friederike Schulz, Enkelin von Zoogründerin Lenchen Schulz, betreibt. Als Vorbereitung habe Büschenfeld im vergangenen Jahr ein Praktikum bei der Wildtierstation in Sachsenhagen absolviert. Außerdem kümmert sich Büschenfeld um den kleinen Kiosk, an dem die Zoobesucher bei gutem Wetter Kuchen, Eis und Kaffee genießen können. Ein Infoflyer und die neue Homepage informieren Besucher über Öffnungszeiten und Angebot am Krater.

Um den Zoo zu finanzieren, sind die Betreiber auf Spenden und den Zuschuss der Stadt angewiesen, Eintritt müssen die Gäste nicht zahlen. „Die Stadt hat uns wieder 25000 Euro als Zuschuss zugesagt“, sagte Carsten Bock, zuständig für die Kasse des vereins. Davon werden zwei Halbtagsstellen finanziert. Leider sei das Spendenaufkommen zurückgegangen. Um wieder mehr Menschen zum Spenden für den Zoo zu animieren, will der Verein künftig mehr auf Öffentlichkeitsarbeit setzen.

Weil die Kasse klamm ist, wollen die Zooförderer 2012 auf das Jazz-Frühschoppen verzichten. Die Veranstaltung berge hohe finanzielle Risiken, erklärte Panter. Stattdessen soll ein Familiennachmittag angeboten werden. Auch die „Woki“-Aktion könne nicht mehr in der gewohnten Form angeboten werden. Es sei nicht zu schaffen, ausreichend Aufsichtspersonen für die zahlreichen Kinder zu organisieren. Zumal das Kratergelände zwar reichlich Spielmöglichkeiten biete aber auch Verletzungsgefahr berge. Möglich sei beispielsweise, den Aktionstag auf die Führung durch den Zoo ohne anschließendes Spiel zu begrenzen oder die Eltern der Kinder ins Boot zu holen. „Wir werden zusammen mit den ,Woki‘-Veranstaltern nach einem neuen Weg suchen“, kündigte Panter an. Die Aktion soll aber nicht komplett abgesagt werden.

www.kleinerzooamkrater.de

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