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Bad Nenndorf Von Südafrika nach Sonderburg
Schaumburg Nenndorf Bad Nenndorf Von Südafrika nach Sonderburg
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17:50 25.09.2011
Ein Jahr geht schnell vorüber: Moritz Müller arbeitete in den Townships von Südafrika. Quelle: ems
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Bad Nenndorf (ems). „Jetzt bin ich erst seit wenigen Wochen zurück – und das Leben ist schon wieder schneller geworden“, erklärt Müller und erzählt: „In Südafrika ist alles ist sehr entspannt.“ Allerdings habe er sich anfangs erst daran gewöhnen müssen, wenn sich ein öffentlicher Omnibus nicht an Fahrpläne hielt und eventuell Stunden später oder gar nicht kam. Infolgedessen könnte er sich auch in Deutschland über Verspätungen nicht mehr aufregen.

Mit Begeisterung im Blick erzählt Müller von seinem Fußballprojekt in einer Armensiedlung in Borolelo. „Wir hatten auch ein Kleidungsprojekt, das sogar vom Kneipp-Kindergarten in Bad Nenndorf mit Kleiderspenden gefördert wurde.“

Der engagierte Waltringhäuser etablierte zudem Ferienprogramme für die Kinder des Township. Mit dieser Bezeichnung für die während der Apartheid in Südafrika eingerichteten Wohnsiedlungen der farbigen Bevölkerung mag sich Müller allerdings bis heute nicht anfreunden. „Die Spuren der Apartheit waren dort noch so deutlich spürbar.“ Was Müller am meisten schockierte: „Wir haben dort weiße Südafrikaner getroffen, die die Apartheit noch lange nicht abgelegt haben.“

Insgesamt empfindet Müller das Südafrikajahr „als wichtige Auslandserfahrung“, die er anderen jungen Menschen nur empfehlen kann. Und die Reise geht weiter. Ab September will Müller im dänischen Sonderburg Sinologie und Wirtschaft studieren.

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