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Bad Nenndorf Vorsitzendem fehlt es an Unterstützung
Schaumburg Nenndorf Bad Nenndorf Vorsitzendem fehlt es an Unterstützung
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15:42 22.06.2018
Der Präventionsrat  um Moran Dzang (links) und Jürgen Henze hat in der Vergangenheit schon einige Veranstaltungen auf die Beine gestellt. Quelle: Archiv
Nenndorf/Rodenberg

Er zeigte sich angesichts fehlender Unterstützung enttäuscht über das zurückliegende Jahr. Jugendpfleger Moran Dzang monierte zudem, dass sich kaum Rodenberger im Beirat engagieren.

Die Arbeit soll künftig wieder auf mehrere Schultern verteilt werden. Bisher war die Initiative vor allem von der Polizei gekommen, so Kommissariatsleiter Michael Panitz, der zu einem Neuanfang aufrief. Zuletzt hatte das Gremium aber eher in tiefem Schlummer gelegen. Und dies hatte offenbar den Grund, dass der Vorsitzende reichlich ernüchtert war wegen der fehlenden Mitarbeit anderer.

Henze: Präventionsrat nicht zum Selbstzweck fortführen

Er wolle kein Alleinunterhalter sein und habe die Funktion einst eher spontan übergestülpt bekommen. Den Präventionsrat zum Selbstzweck fortzuführen – „nur, damit man einen hat“ – hielt Henze für falsch. Er selbst verwende reichlich Freizeit für diese Aufgabe. „Wenn ich etwas mache, dann richtig“, betonte der Polizist. Aber er habe schließlich auch eine Familie.

Der Rückblick auf die vergangenen zwölf Monate sei enttäuschend. Aktionen wie das Nero-Festival in Lauenau seien kaum von Mitgliedern des Präventionsrates unterstützt worden. Die Weltkindertags-Feier in Bad Nenndorf sei ausgefallen. Bis drei Wochen vor dem Termin hätten noch etliche Zu- oder Absagen von Mitwirkenden gefehlt.

André Lutz, Nenndorfs Amtsleiter Bildung und Soziales, gab Henze im Grundsatz ebenso Recht wie Jugendpfleger Dzang. Manch einer wisse aber vielleicht gar nicht, dass er Mitglied im Präventionsrat ist. Dies könne eine Erklärung für ausbleibende Beteiligung sein. Dennis Grages lobte Henze für dessen umfangreiche Arbeit in den zurückliegenden Jahren.

Feier zum Weltkindertag geplant

Abseits seiner Ruck-Rede skizzierte Henze Pläne für die Zukunft. So soll es in diesem Jahr wieder eine Feier zum Weltkindertag geben, wohl aber wie früher im September. Die Idee des Vorjahres, in den Juni zu wechseln, und die Veranstaltung deutlich zu vergrößern, ist somit vom Tisch. Das Konzept soll jenem des Jahres 2016 gleichen. Eine Diskussion über mögliche zeitliche Änderungen oder Anpassungen beim Umfang des Programms führten zu keiner Lösung, auf die sich alle einigen konnten.

In den größeren Orten sollen Notinseln eingerichtet werden. Dies sind Geschäfte, in denen Kinder in Gefahrensituationen oder bei Verletzungen Zuflucht suchen können. Dafür sucht Henze Freiwillige, die ihre Läden mit entsprechenden Logos kenntlich machen. Auch eine Verkehrssicherheitsaktion ist geplant. Ferner will Henze wieder ein Musik-Event wie das Nero-Festival mit Hip Hop und Orchestermusik auf die Beine stellen.

Außerdem sollen die Arbeitsgruppen neu zugeschnitten werden. Darüber hinaus warf Henze die Idee auf, einen Förderverein des Präventionsrates zu gründen. Dieser soll beim Finanzieren von Veranstaltungen helfen. Ingo Knieper, Vorsitzender des Vereins für offene Jugendarbeit, sagte zu, prüfen zu wollen, ob sein Verein die Funktion eines Fördervereins übernehmen kann. gus