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WGN wittert Kurhaus-Kampagne

Bad Nenndorf WGN wittert Kurhaus-Kampagne

Über die Zukunft des Kurhauses wird bei der jüngsten Ratssitzung wohl noch nicht definitiv entschieden. Das ist zumindest die Einschätzung von SPD-Sprecher Volker Busse nach der internen Diskussion am Montagabend. Anders bewertet die Wählergemeinschaft die Entwicklung: Michael Kosian wittert eine Kampagne von SPD und CDU. Die Christdemokraten hielten sich am Dienstag gänzlich bedeckt – ebenso Stadtdirektor Mike Schmidt.

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BAD NENNDORF. Busse macht keinen Hehl daraus, dass die neuen Zahlen, wonach die per Bürgerentscheid beschlossene Sanierung des Kurhauses um etwa 500000 Euro teurer wird, auch neuen Diskussionsbedarf verursachen. Es stelle sich die Frage, ob die Sanierung unter den jetzigen Vorzeichen noch sinnvoll ist. „Das muss politisch bewertet werden“, so Busse.

In der SPD gebe es noch keine einheitliche Linie. Die Sozialdemokraten hatten sich im Wahlkampf 2011 und 2016 jeweils für die Sanierung ausgesprochen, waren im Jahr 2012 allerdings umgeschwenkt und hatten einen Abriss befürwortet. Auch nach dem Bürgerentscheid pro Sanierung im Herbst 2013 blieb bei der SPD Skepsis. Erst als ein weiterer Zuschuss aus dem Städtebauförderprogramm für das Vorhaben in Aussicht stand, entschied sich die SPD, wieder die Sanierung zu unterstützen.

Abgesehen von der Kostensteigerung von 6,8 auf 7,3 Millionen Euro sieht Busse weiteren Klärungsbedarf. Er geht daher davon aus, dass der Rat heute die Verwaltung beauftragen wird, noch mehr Informationen von den Planern des Büros pm einzuholen. Dabei gehe es auch um die Frage, warum trotz der höheren Kosten nur die Hälfte der Heizungsrohre erneuert werden soll.

Baukosten steigen um rund 125 000 Euro

Diesen Punkt bewertet Kosian als Teil einer Kampagne, die vor allem die CDU betreibe. Die Heizungsrohre ganz auszutauschen koste „nicht die Welt.“ Die SPD folge dem CDU-Manöver offenbar. Kosian vermutet, dass die beiden großen Ratsfraktionen versuchen, die Kurhaussanierung absichtlich teurer zu rechnen, als sie eigentlich ist. So solle der Bürgerentscheid auf Basis der Finanzierbarkeitsklausel ausgehebelt werden.

Der WGN-Ratsherr pocht darüber hinaus darauf, dass die Sanierung aus Gründen teurer wird, die die Stadt und der Rat nicht zu verantworten haben. Eine medizinische Praxis mache geltend, mehr Platz zu benötigen. Daher muss der entsprechende Bereich vergrößert werden, die Baukosten steigen um rund 125000 Euro. „Dann erhöht die Stadt eben die Miete. Punkt“, fordert Kosian.

Er erwartet für die jüngste Sitzung eine heftige Debatte. Vor diesem Termin wollte CDU-Sprecherin Cornelia Jäger nichts mehr zum Thema sagen. Auch Schmidt war der Ansicht, dass sich am Montag „nichts wirklich Neues“ ergeben hat. gus

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