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Wassermassen zerfurchen den Park

Unwetter Wassermassen zerfurchen den Park

Ein Gewitter mit heftigem Regen ist am Mittwochnachmittag über die Samtgemeinde Nenndorf hinweggezogen. In Bad Nenndorf musste die Feuerwehr mehrfach ausrücken, um Wasserschäden zu beheben. Und der Kurpark glich am Abend teilweise einem Acker.

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Das Unwetter von Mittwochnachmittag hat Schäden auf der Esplanade angerichtet.

Quelle: gus

Bad Nenndorf. Es war das spätestens seit 2015 bekannte Leid: Regnet es stark, dann werden die wassergebundenen Wegdecken im Park von kleinen Bächen durchzogen. Das Wasser schwemmt die Oberfläche und den Untergrund aus, sodass zum Teil tiefe Furchen zurückbleiben. Menschen mit Gehbehinderung, insbesondere Rollatoren-Benutzer, sollten den Bereich oberhalb des Hotels Esplanade am heutigen Donnerstag meiden, denn dort ist der Zustand besonders schlecht.

Beigefarbener Strom

Doch auch der Weg von der Esplanade hinunter zur Bahnhofstraße ist stark ausgespült worden. Zeitweise ergoss sich ein beigefarbener Strom auf die Bahnhofstraße. Zurück blieb eine kleine Sandbank mit Material der wassergebundenen Wegdecke. Stadtdirektor Mike Schmidt hat die Faxen allmählich dicke. Zwar hielt diesmal die Mauer, die im Juli 2015 bei einem Gewitter beinahe umgekippt wäre. Doch dass heute erneut Arbeiter ausrücken müssen, um die Wege zu reparieren, kann seiner Ansicht nach nicht der Weisheit letzter Schluss sein.

Die Größe der wassergebundenen Oberfläche geht auf Forderungen der Denkmalpflege zurück, die auf das historische Vorbild aus dem frühen 19. Jahrhundert pocht. „Die Denkmalbehörde kann so etwas leicht fordern. Die muss ja auch nicht raus, um zu harken“, sagt Schmidt leicht genervt.

Keller mussten ausgepumpt werden

Müssen morgen die Arbeiter im Kurpark schuften, hatte  ab dem Nachmittag die Feuerwehr alle Hände voll zu tun. Zunächst war im Winckler-Bad-Komplex Wasser in einen Fahrstuhlschacht gelaufen. Später mussten noch mehrere Keller im Stadtgebiet ausgepumpt werden. Der WEZ-Markt musste um etwa 16 Uhr schließen. Der Wetterdienst hatte für Süd- und Ostniedersachsen Gewitter mit bis zu 35 Litern Regen vorhergesagt. In Nenndorf sollen es „nur“ zehn Liter pro Quadratmeter gewesen sein. Wobei es sich dabei um die Werte aus der meteorologischen Vorwarnung handelt.

Wie viel Regen es auch immer gewesen ist: Die Menge genügte, damit sich das Wasser zeitweise mehrere Zentimeter hoch auf den Straßen staute und sich tiefe Pfützen bildeten, die erst langsam abflossen. An der Boulebahn im Kurpark war nur noch Wasserboule möglich.  gus

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