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Bad Nenndorf Weg ist „grottenschlecht“
Schaumburg Nenndorf Bad Nenndorf Weg ist „grottenschlecht“
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13:40 17.08.2017
Die Schäden am Radweg zwischen Bad Nenndorf und Waltringhausen sind unübersehbar. Quelle: gus
BAD NENNDORF/WALTRINGHAUSEN.

Nach Angaben von Stadtdirektor Mike Schmidt hat das Kreishaus die hiesige Verwaltung gefragt, ob ihr Stellen mit dringendem Sanierungsbedarf bekannt sind, die in den Zuständigkeitsbereich des Landkreises fallen. Dieser wolle einen Fahrplan für solche Arbeiten in den kommenden Jahren erstellen. Die Stadt werde daher den Radweg nach Waltringhausen anmelden. Schmidt bezeichnete dessen Zustand als „grottenschlecht“.

In der Tat: Äste haben den Asphalt an vielen Stellen so weit hochgedrückt, dass Buckel entstanden sind. Außerdem tun sich mehr und mehr Risse an der Oberfläche auf, die ohnehin bereits an vielen Stellen ausgessert wurde.

Termin noch völlig offen

Der Verwaltung sei dies sehr wohl bekannt, so Schmidt – allerdings sei es Aufgabe des Landkreises, den Radweg zu reparieren. Und deshalb wird der Sanierungsbedarf nun nach Stadthagen weitergegeben. Ob dann bald eine Instandsetzung erfolgt, ist Schmidt zufolge aber völlig offen.

Nicht unweit dieser Strecke hatte vor einiger Zeit ein Radfahrer bereits einen Unfall, weil er wegen Asphaltwellen, die ebenfalls Baumwurzeln erzeugt hatten, ins Schleudern geraten war (wir berichteten). Dabei handelte es sich jedoch um den Radweg entlang der B442, der zum Zuständigkeitsgebiet der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Hameln gehört.

Diese weigerte sich trotz des Unfalls, bei dem sich das Opfer – ein geübter Hobbyradfahrer – eine Hand gebrochen hatte, den Schaden sofort zu beheben. Der Grund ist eine geplante Komplettsanierung des Radwegs. Diese ist nach Worten Markus Brockmanns, Leiter der Hamelner Geschäftsstelle der Landesbehörde, für 2018 angedacht – möglicherweise sogar auch für die Bundesstraße selbst in dem Abschnitt.

An der fraglichen Stelle wurden Schilder aufgestellt, die generell auf Radwegschäden hinweisen. Über den Zeitpunkt, wann diese Tafeln dort postiert wurden, gehen die Angaben auseinander: Die Hamelner Geschäftsstelle der Landesbehörde erklärte, dies sei bereits vor dem Unfall geschehen. Das Opfer ist sich sicher, die Schilder am Tag des Sturzes dort nicht gesehen zu haben. Die Sache beschäftigt mittlerweile ein Gericht. Brockmann wollte sich angesichts des laufenden Verfahrens zu keinen Einzelheiten äußern. gus