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Bad Nenndorf Weiterer Leerstand im Kurhaus droht
Schaumburg Nenndorf Bad Nenndorf Weiterer Leerstand im Kurhaus droht
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00:20 04.04.2015
Die Mode-Galerie wird es in dieser Form nicht mehr lange geben. Quelle: js
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Bad Nenndorf

Bad Nenndorf. Dann läuft der Mietvertrag zwischen der Inhaberin und der Stadt Bad Nenndorf aus. „Doch wer Interesse hat, kann hier gerne schon vorher rein“, sagt Liebermann. Sie ist bereit, ihre gesamte Einrichtung an den potenziellen Nachfolger zu übergeben. „Dazu gehören unter anderem die hochwertigen Holzwände, 22 Puppen und die Kasse“, erklärt Liebermann. Der Preis sei Verhandlungssache.

Auch der Stadt Bad Nenndorf habe sie ihr Inventar bereits angeboten, doch diese lehnte in Form vom stellvertretenden Stadtdirektor Heinrich Bremer dankend ab. „Wir möchten keinen Präzedenzfall schaffen“, sagt er. „Die Stadt kümmert sich um funktionierende Infrastrukturen in ihren Gebäuden. Die Inneneinrichtung ist Sache der Mieter.“

Ein Grund für die Entscheidung Liebermanns sind auch die jüngsten Verhandlungen über eine Mietverlängerung: Bei dieser konnten beide Parteien keine Einigung erzielen. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Stadt Bad Nenndorf ihre Mieter darüber informiert, dass die Mietverträge statt der vorher üblichen Frist von fünf Jahren zukünftig eine Dekade Laufzeit haben werden. „Aus wirtschaftlichen Gründen“, wie Bremer betont. „So herrscht auf beiden Seiten Sicherheit, und man kann entsprechend disponieren.“ Bis auf einen weiteren Fall, den der stellvertretende Stadtdirektor nicht nennen wollte, gebe es mit dieser Regelung keine Probleme.

„Zehn Jahre schaffe ich nicht mehr“, sagt die Inhaberin des Modegeschäfts, die ihr Alter nicht verraten wollte. Eine eigene Nachfolgerin habe sie nicht. Ihre Tochter ist zwar im Betrieb angestellt, sie sehe sich aber nicht in der Lage, das Geschäft zu übernehmen. Liebermann würde sich freuen, wenn das Modegeschäft weiter geführt werden würde – wenn gewünscht auch unter demselben Namen. Nur ihre Ware möchte die Geschäftsführerin noch an den Mann bringen. Aktuell gewährt sie Rabatt auf alle Artikel.

Ein Modegeschäft würde auch Bremer gefallen. Er versichert aber, dass es so gut wie keine Vorgaben zur weiteren Nutzung der Geschäftsfläche gibt. „Wir sind offen für alles. Es muss nur zum Ambiente des Gesamtobjekts passen“, sagt er. js

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