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Bad Nenndorf Wendeplatz hat Priorität
Schaumburg Nenndorf Bad Nenndorf Wendeplatz hat Priorität
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20:02 18.08.2011
Die Riepener Straße soll sicherer werden: Friedrich und Silke Blomberg, Horst Stüber und Ernst-August Gehrke wollen den Buswendeplatz wieder auf die Agenda der Dorferneuerung bringen. © kcg

Riepen (kcg). So sind zahlreiche Bürger enttäuscht, dass die Pläne für den Dorfmittelpunkt vom Tisch sind, berichtet das Ehepaar Silke und Friedrich Blomberg. Generell fühle sich die Dorfgemeinschaft von Politik und Verwaltung in der Kurstadt im Stich gelassen – vor allem, weil die Einwohner nicht über den Stand der Dorferneuerung informiert werden.

Der letzte Brief aus Bad Nenndorf sei Ende 2009 gekommen, mit der Ankündigung, zu gegebener Zeit die Fortschritte in Sachen Dorferneuerung mitzuteilen, erklärt auch Horst Stüber. „Seitdem haben wir nichts mehr gehört, also müssen wir annehmen, dass es keine Fortschritte gibt.“ Auch von der Entscheidung der Politiker gegen die Pläne für den Dorfplatz an der Kreuzung Riepener Straße/Wehrweg mit Verkehrsberuhigung und Buswendeplatz haben die Riepener lediglich aus der Zeitung erfahren.

Dass der Wendehammer nicht gebaut wird, „nur weil Leute, die mit Riepen gar nichts zu tun haben, entscheiden, dass wir keinen brauchen“, sei ein Unding, ärgert sich Ernst-August Gehrke. Schließlich hätte gerade die geplante Bushaltestelle mit Wendemöglichkeit an der Laake und die Umgestaltung der Einmündung in den Wehrweg nach wie vor oberste Priorität bei den Einwohnern. Derzeit müssten Busse direkt auf der engen Straße halten – laufen Kinder hinter dem Bus über die Fahrbahn, könnten sie leicht von entgegenkommenden Autos übersehen werden. Unfälle seien vorprogrammiert.

Auch die Wendemanöver der SVG-Busse direkt auf der Kreuzung seien angesichts des kurvigen Straßenverlaufes zu gefährlich. Einzig die Verlegung der Bushaltestelle an die Straße Laake würde die Situation entschärfen, sind Blombergs, Gehrke und Stüber sicher. Sie wünschen sich nun, dass die Pläne noch einmal überarbeitet werden und hoffen auf einen besseren Informationsfluss.

„Wir fühlen uns von den Bad Nenndorfern vergessen“, sagt Silke Blomberg. Von der anfänglichen Begeisterung für das Projekt Dorferneuerung sei bei vielen nicht mehr viel übrig geblieben. Stadtdirektor Bernd Reese kann die Ernüchterung der Riepener in Sachen Dorfplatz indes nachvollziehen. Nach der sehr guten Bürgerbeteiligung sei eine Erwartungshaltung entstanden, die durch das Nein für den Dorfplatz enttäuscht wurde. „Wir haben Riepen nicht vergessen“, betonte Reese und kündigte für die kommenden Wochen eine Bürgerversammlung an, in der die Pläne für die Ortseingänge und der Status quo der Dorferneuerung vorgestellt werden sollen.