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Werbeturm in Bückethaler Landwehr geplant

46 Meter hoch Werbeturm in Bückethaler Landwehr geplant

In der Bückethaler Landwehr entsteht nun wohl doch ein großer Werbeturm. Die Planung für das fast 50 Meter hohe Konstrukt hat bereits begonnen.

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So soll der Werbeturm in der Bückethaler Landwehr platziert werden.

Quelle: Montage: Harmening

Im Gegensatz zu den in den Jahren 2010 und 2011 beantragten Werbetürmen der Firmen Hellweg und Möbel Heinrich soll jetzt ein gemeinsamer Werbeturm entstehen, an dem als drittes Unternehmen nun auch die Firma Hammer werben möchte. Der Hammer-Heimtex-Markt war vor gut drei Jahren in die Bückethaler Landwehr gezogen.

 Als Standort für den Werbeturm ist der südöstliche Bereich des Gewerbegebiets vorgesehen, also die Wiese neben dem E-Center. Die Stelle liegt mehr als 200 Meter von einer als Naturdenkmal eingestuften Buchengruppe entfernt. Da die Bäume etwa 35 Meter hoch sind, soll der Werbeturm 46 Meter Höhe bekommen, damit alle drei Werbeschilder gut sichtbar sind. Landschaftsbild bereits stark beeinträchtigt

 

Turm stört die Aussicht

„Das Landschaftsbild ist in diesem Bereich durch die Gewerbebauten beiderseits der Autobahn und die vorhandenen drei Werbetürme auf der Bantorfer Seite bereits jetzt stark beeinträchtigt“, heißt es seitens der Verwaltung zu dem Vorhaben. Wie die Türme auf der Bantorfer Seite der Autobahn soll auch der jetzt geplante Mast Werbebanner in drei Richtungen zeigen.

 Anhand von Bildmontagen veranschaulichte Planer Nico Jester vom gleichnamigen Ronnenberger Ingenieurbüro, dass der zusätzliche Turm sich aus der Ferne betrachtet so in die Umgebung einpasst, dass er kaum negativ auffällt. Dazu tragen auch die Windräder bei, die im weiteren Umkreis stehen. Lediglich von der Bantorfer Straße bei Waltringhausen ausgesehen ändert sich das Landschaftsbild doch gehörig, was auch Jester einräumte.

 Der Bauausschuss hat jetzt der nötigen Änderung im Bebauungsplan grünes Licht erteilt. In einem städtebaulichen Vertrag wird geregelt, dass sich die drei Firmen die Kosten für das gesamte Verfahren der Bauleitplanung teilen. Der Stadt entstehen also keine Kosten. Die Planänderung wird aber noch öffentlich ausgelegt, sodass Einspruchsmöglichkeiten bestehen. Ingo Knieper (SPD) hatte sich erkundigt, ob beispielsweise ökologische Aspekte noch ins Feld geführt werden könnten. Jester bejahte dies, er erwartet aber keine Probleme bei der Umsetzung der Pläne.

 

Auf der Zielgeraden verhindert

Ralph Tegtmeier (SPD) hatte allerdings durchaus Bedenken angesichts der Höhe. Doch Jester versicherte: Der Turm wird vor allem von der Autobahn aus zu sehen sein. Die Gebäude der Unternehmen selbst seien beispielsweise kaum erkennbar – daher der Wunsch nach erhöhten Werbeflächen. Bauamtsmitarbeiter Markus Jacobs fügte hinzu, dass der vor sechs Jahren geplante Turm auch 46 Meter hoch werden sollte. An der damals avisierten Stelle sei das Gelände aber niedriger. „Auf der Zielgeraden verhindert“

 Heinrich Steding (CDU) erinnerte daran, dass die Stadt dieses Konstrukt seinerzeit „auf der Zielgeraden verhindert“ habe. Dies sei aber dem Umstand geschuldet gewesen, dass seinerzeit jedes Unternehmen seinen eigenen Turm wollte. Die jetzige Entwicklung zeige, dass die Politiker damals Recht hatten. Er selbst halte von solchen Konstrukten zwar nichts, er könne mit dem jetzigen Kompromiss aber leben.

 Möglicherweise nutzt auch das Staatsbad Nenndorf den Turm zu Werbezwecken. Denn nach Worten von Stadtdirektor Mike Schmidt hat es dazu ein Gespräch zwischen den drei Unternehmen und dem Staatsbad gegeben. Das Ergebnis kenne er aber nicht. gus

 

Werbeturm

Stadt wollte selbst Mast bauen

Die Stadt Bad Nenndorf hatte selbst einmal Pläne, einen Werbeturm für die Kurstadt an der Autobahn zu platzieren. 35 Meter hoch sollte das Konstrukt sein, erste Beratungen dazu hatte es bereits Ende 2005 gegeben. Die Stadt wollte damit Touristen auf ihre Attraktionen aufmerksam machen. Doch nach zähen Debatten wurde das Vorhaben schließlich im Herbst 2007 wieder kassiert.
Ein Hauptgrund waren die immensen Kosten. Bis zu 500 000 Euro hätte das Unterfangen gekostet. Danach kam der Wunsch des Baumarktes Hellweg auf, einen 45 Meter hohen Werbemasten zu bauen, was die Stadt schlussendlich aber nicht genehmigte. gus

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