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Wieder Staus an der Problem-Ampel

Bad Nenndorf / Unterschriften Wieder Staus an der Problem-Ampel

Die wegen der erneuten Baustelle an der A 2 zu erwartenden Staus haben die Kurstadt mit voller Wucht getroffen: Erneut bildeten sich lange Autoschlangen in Bad Nenndorf, weil der Schnellweg dicht war. Mittlerweile haben Befürworter einer Änderung der Ampelschaltung an der Ecke Horster Straße/Bahnhofstraße Unterschriften für ihr Anliegen gesammelt.

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Mit 94 Unterschriften wollen Bürger eine Änderung der Ampelschaltung an der Ecke Horster Straße/Bahnhofstraße erwirken.

Bad Nenndorf (gus). Eine Liste mit 94 Signaturen bekam Christian Bräuer, Anwohner der Schillerstraße, innerhalb kurzer Zeit zusammen. Alle, die auf seiner Liste unterschrieben, wünschten sich eine intelligente Ampel an der Kreuzung Horster Straße/Bahnhofstraße, die nach Bedarf grünes Licht für die unterschiedlichen Fahrtrichtungen zeigt.

Das Papier übergab Bräuer der beim Landkreis für Verkehr zuständigen Dezernentin, Ursula Müller-Krahtz. Im Nachhinein hätte der Bad Nenndorfer die Zahl der Unterschriften spielend auf mehr als 100 anwachsen lassen können, wie er gegenüber dieser Zeitung erklärte. Müller-Krahtz hat mittlerweile zugesagt, sich um die Sache kümmern zu wollen.

Bräuer will mit seiner Sammlung verdeutlichen, dass es eine ganze Reihe Menschen gibt, die die Zustände an der besagten Kreuzung untragbar finden. Denn die A 2-Staus setzen dem Ganzen zwar die Krone auf, doch auch sonst beobachtet Bräuer immer wieder lange Autoschlangen, und aus seiner Sicht vor allem zu kurze Grünphasen in Richtung Horsten/Bahnhofstraße. Allerdings gibt es unterschiedliche Grün-Intervalle, die kurze 14-Sekunden-Phase für die Fahrtrichtung Bad Nenndorf-Horsten wird zeitweise auf fast das Doppelte ausgedehnt.

Bräuer ärgert sich, dass Stadtdirektor Bernd Reese ihm keine Antwort auf mittlerweile mehrere Schreiben gegeben hat. Er erwäge sogar, Anzeige wegen unterlassener Hilfeleistung zu erstatten. Die Geduld der Anwohner des besonders betroffenen Bereichs an der Kreuzung sei am Ende.

Reese weist darauf hin, dass er mit Bräuer sehr wohl bereits in dieser Sache Kontakt gehabt habe, ihm allerdings keine „befriedigende Antwort“ geben konnte. Es sei nicht seine Entscheidung, die Ampelphasen zu ändern, sondern die des Rates der Stadt. Und in den Gremien, die sich bereits mit der Angelegenheit befasst haben, sei keine Mehrheit für andere Phasen zustande gekommen.

Den Vorwurf der Untätigkeit weist Reese entschieden zurück, die Unterschriftenliste sei den Mitgliedern des Verwaltungsausschusses übermittelt worden. Und dass er sich bei jedem Bürger, der ihm ein Anliegen übertrage, persönlich melden kann, sei zeitlich nicht machbar.

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