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Wo ist der Wasserspaß?

SN-Ferienreporter fragen nach Wo ist der Wasserspaß?

Die SN-Ferienreporter haben sich am Dienstag mit einem besonders spannenden Thema befasst: Welche Attraktionen gibt es für Kinder und Jugendliche während der Sommerferien in Bad Nenndorf.

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Die Fontänen gefallen den Nachwuchs-Journalisten.

Quelle: gus

BAD NENNDORF. Kein Wunder, dass das fehlende Freibad ein zentraler Aspekt war.

Zuerst machten sich Imke (12), Lea (10), Lavinia (10), Aliyah (12), Celina (12), Jannik (8), Dennis (12) und Liam (12) auf den Weg, um Passanten zu interviewen. Denn sie wollten herausfinden, was den Menschen in der Kurstadt fehlt, sprich: Wo würden sie gern ihre Freizeit verbringen, wenn es warm ist. Die deutliche Mehrheit sprach sich dafür aus, ein neues Freibad zu bauen. 17 Befragte äußerten diesen Wunsch, nur zweimal lautete die Antwort nein.

Auch hinsichtlich des Standorts waren sich zahlreiche Interviewpartner einig: Hinter dem Hallenbad könnte ein Freibad gebaut werden. Ein anderer Vorschlag lautete, auf der bislang ungenutzten Liegewiese des Hallenbads nur ein Außenbecken zu bauen. Derzeit besuchen die Nenndorfer Freibäder in der Umgebung – diejenigen in Lauenau, Rodenberg und Lindhorst, da das Freibad Bokeloh derzeit wegen eines Schadens geschlossen ist.

Viele Wünsche

Aber nicht nur eine Badeanstalt wird gewünscht. Ein Befragter nannte einen Indoorspielpark nach dem Vorbild des Ramba-Zamba in Luhden als mögliche Zusatz-Attraktion. Aber es müsse nicht zwingend Bad Nenndorf als Standort sein, in Sachsenhagen gebe es eine leer stehende Tennishalle, die für so etwas umgestaltet werden könnte.

Besser und moderner ausgestattete Spielplätze gehörten ebenfalls zu den Wünschen, ein Kletterpark und ein Hochseilgarten im speziellen. Jugendlichen fehlt ein Treffpunkt im Freien als Ergänzung zum Jugendzentrum. Im Kino sollten zudem mehr Kinderfilme laufen. Ein kleiner Junge wollte gern mehr Sportangebote in den Ferien haben.

Eine junge Mutter bedauerte, dass der Kleine Zoo am Krater geschlossen worden ist. Dieser sei immer einen Besuch wert gewesen. Die Ferienreportern selbst vermissten Basketballkörbe und Tischtennisplatten. Außerdem sei das DFB-Minifeld ständig voll.

Abkühlung bei Hitze können sich die Menschen in der Kurstadt momentan nur noch auf dem Fontänenfeld an der Promenade verschaffen. Im „Tassenbrunnen“ lassen sich maximal die Hände und die Füße nass machen. gus

factbox

Die Geschichte des alten Freibads

Das alte Freibad in Bad Nenndorf wurde vor 19 Jahren aufgegeben. Im September 1997 attestierte der damalige Verwaltungschef, Karl Möllmann, „gravierende technische Mängel“ an der Schwimmbadtechnik. Dies fanden die jungen Reporter beim Stöbern im Archiv der Schaumburger Nachrichten heraus.
Damals hieß es, dass 2,5 Millionen D-Mark nötig wären, um das Bad zu sanieren. Unter anderem waren Beckenwände, Teile der Heizungsanlage und die Umkleidekabinen stark reparaturbedürftig. Außerdem kündigte das Staatsbad Nenndorf den Pachtvertrag für das Gelände, weil es eine andere Nutzung favorisierte. Bereits wenige Monate später diskutierten Politiker bereits kontrovers darüber, wie und wo ein neues Bad entstehen könnte. Die Kosten dafür wurden auf etwa 5,5 Millionen Euro taxiert.
Anschließend entstanden zwei Lager: Eines wollte eine konventionelle Badeanstalt, das andere ein Naturbad. Aus beidem wurde nichts. Bis 2010 lag das alte Schwimmbad brach, erst dann wurden Pläne der Volksbank umgesetzt, an der Stelle Wohngebäude zu errichten. Heute befindet sich dort unter anderem ein Altenheim.

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