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Bad Nenndorf Wurzel sorgt für Handbruch
Schaumburg Nenndorf Bad Nenndorf Wurzel sorgt für Handbruch
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00:16 27.03.2017
An dieser Stelle ist Uwe Serreck gestürzt und hat sich die linke Hand gebrochen. Quelle: js
Bad Nenndorf

Schuld ist nach Angaben von Serreck eine durch eine Wurzel entstandene Unebenheit auf dem Weg, der wie eine Schanze wirkte und so zu einem Fall führte, bei dem sich der 47-Jährige die linke Hand brach.

„Ich fahre schon seit Jahren Fahrrad, das ist mir noch nie passiert“, sagt Serreck. „Das ist nicht nur für mich ärgerlich, ich muss das auch meinem Arbeitgeber erklären“, so Serreck weiter. An dieser Stelle „muss unbedingt etwas passieren“, fordert der außer Gefecht gesetzte Fahrradfahrer.

Ohne Unfallbericht nur Spekulation

Da es sich um eine Bundesstraße handelt, ist der Geschäftsbereich Hameln der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr auch für den danebenliegenden Fahrradweg verantwortlich. Dessen Leiter, Markus Brockmann, gibt an, von dem Vorfall keine Kenntnis zu haben. „Ohne Unfallbericht von der Polizei können wir nur spekulieren“, so Brockmann. Jener sei noch nicht bei der Landesbehörde eingetroffen.

Generell fahre die zuständige Straßenmeisterei die Fahrradstrecken in ihrem Beritt regelmäßig ab und prüfe den Zustand der Wege. Sollten akute Probleme auftauchen, greifen die Experten der Meisterei sofort ein. Allerdings ist die Stelle bisher nicht weiter aufgefallen – entsprechende Schilder, die auf Schäden auf der Strecke aufmerksam machen, sind allerdings vor Ort vorhanden, sagt Brockmann.

Möglichst schnell beseitigen

Auch Anke Czech vom Kreisverband Schaumburg des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs war die Gefahrenstelle bisher nicht bekannt. Nach einer Inspizierung sprach sie aber von einer „nicht ungefährlichen Stelle“. Die Schäden, die durch die Baumwurzel entstanden sind, sollten möglichst schnell beseitigt werden. Auch oberhalb und unterhalb der betroffenen Stelle seien Wurzelschäden zu erkennen. „Es wäre aber niemandem damit geholfen, den Weg zu sperren“, sagt Czech.

Auch sie weist auf den Umstand hin, dass mehrere Schilder auf die Unebenheiten aufmerksam machen. In der Regel fahren Radfahrer eher rechts – die Wurzel liegt allerdings, fährt man die Landwehrstraße hinunter in Richtung Haste, auf der linken Seite. Und bergauf sei man „tendenziell ja weniger schnell unterwegs“, weiß Czech.

Nichtsdestotrotz ist in dem Bereich um den Blitzer erhöhte Vorsicht geboten – und die wird auch künftig nötig sein. Denn nach Angaben von Brockmann ist eine Beseitigung der Wurzelschäden konkret nicht geplant. js