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Zoff ums Vereinsheim

Drei zahlen, die anderen nicht Zoff ums Vereinsheim

Wer sollen zahlen und wer nicht – und warum eigentlich? Diese Frage in Bezug auf das Mehrgenerationenhaus „Vereinsheim“ hat beim Ausschuss für Jugend, Soziales, Kultur und Sport der Stadt Bad Nenndorf für eine heftige Diskussion gesorgt.

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Das Vereinsheim in Bad Nenndorf. pr.

Bad Nenndorf. Eigentümer des Gebäudes ist die Stadt Bad Nenndorf, die einst einen Überlassungsvertrag mit der Interessengemeinschaft Vereinsheim (IGV), bestehend aus VfL, Schützenverein und MGV, geschlossen hat. Demnach und den Nutzungsbedingungen zufolge zahlen nur die IGV-Vereine als regelmäßige Nutzer sowie Privatleute für den Aufenthalt im Mehrgenerationenhaus.

In den Augen der IGV beißt sich dieses Regelwerk jedoch mit dem Status quo. Denn allein der VfL nutze die Räume wirklich regelmäßig, die anderen beiden Gruppen seien dort nicht mehr oder weniger aktiv als andere Vereine – die für die Nutzung allerdings nichts bezahlen müssen. Die IGV wünscht sich deshalb eine Neuausrichtung des Regelwerks, damit unter anderem Nutzungsgebühren für die IGV-Vereine komplett wegfallen und die Raummiete für den VfL verringert wird.

Auch die Verwaltung hält eine grundsätzliche Neustrukturierung für empfehlenswert. Inzwischen habe sich gezeigt, dass die Entwicklung des Vereinsheims nicht so verlaufen sei, wie ursprünglich erdacht, sagte Ordnungsamtsleiter André Lutz. Ein spezielles Problem bilde zudem der Gaststättenraum, der für viel Geld angelegt worden sei, aber so gut wie nicht benutzt werde – weil der Raum offiziell nur von der IGV belegt werden darf. Wegen der vielen offenen Fragen sollte man „das alles in Gänze noch einmal angehen“, fand Lutz.

Beim Ausschuss fand die Forderung der IGV jedoch nicht nur Freunde. Unter anderem Ralph Tegtmeier (SPD) störte sich an dem Vorstoß. Immerhin „hätte man sich das doch schon vor drei Jahren überlegen können“, als das Vereinsheim an den Start ging. Die drei Vereine hätten den Vertrag immerhin unterschrieben, und erst 2014 sei die Haus- und Nutzungsordnung vom Rat bestätigt worden. Vonseiten der Stadt sei viel Geld auch für diese Vereine in das Haus geflossen. Andererseits sei es doch sehr unglücklich, fand Ausschussvorsitzender Lutz Oltrogge (SPD), dass die Stadt besagtes Geld in ein Gebäude gesteckt habe, das sie nun nicht einmal uneingeschränkt nutzen darf – Stichwort: Gaststättenraum.

Uwe Engelking (WGN) echauffierte sich stark über die Aussage Tegtmeiers. Es gehe doch nur darum, dass manche Leute den VfL nicht mögen. „Es kann aber nicht sein, dass nur drei Vereine hier alles bezahlen.“ Gegen diesen Vorwurf wehrte sich Tegtmeier. Er habe überhaupt nichts gegen den VfL. „Aber wir dürfen hier auch nicht einseitig die Interessen des VfL vertreten.“

Die Fraktionen wollen nun noch einmal intensiv darüber diskutieren, ob eine Neuverhandlung infrage kommt. Der Vertrag wurde seinerzeit immerhin für 20 Jahre geschlossen. Ingo Knieper (SPD) wünschte sich zudem eine Übersicht, wer das Haus überhaupt wann und wie nutzt, um einen besseren Überblick zu erhalten.  kle

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