Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Bad Nenndorf Zu Gast bei Frontex
Schaumburg Nenndorf Bad Nenndorf Zu Gast bei Frontex
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 10.12.2016
Die Schüler lassen es sich in Warschau gut gehen. Quelle: pr.
Anzeige
BAD NENNDORF

Dazu gehörte die Auswertung von Umfragen, mit denen die Einstellung und das Wissen zum Thema Mobilität bei den Jugendlichen an den beteiligten Schulen gemessen wurde. Diese werden während der Laufzeit des Projekts wiederholt, um so Veränderungen und Entwicklungen aufzuzeigen. Außerdem lernten die Schüler die Aufgaben der in Warschau ansässigen EU-Grenzsicherheitsbehörde Frontex kennen und folgten einem Vortrag von zwei Beamten der polnischen Grenzbehörden, die von ihrer Tätigkeit berichteten.

Ein weiterer Schwerpunkt der Reise lag auf der Auseinandersetzung mit der Geschichte der jüdischen Bevölkerung im Nachbarland. So erfuhren die Teilnehmer beim Besuch eines neuen Museums zur Geschichte der polnischen Juden, warum sich europäische Juden im Mittelalter in Polen ansiedelten und warum Osteuropa das Zentrum des jüdischen Lebens in Europa wurden. Zugleich konnten die Schüler am Beispiel des Warschauer Gettos sowie der Deportationen erfahren, wie unmenschlich Juden und andere Minderheiten während der deutschen Besatzung behandelt wurden. Dies wurde auch beim Besuch der Gedenkstätte Radegast in Lodz deutlich.

An der zweijährigen Schulpartnerschaft „Cooperation on Mobility in Europe“ (COME), die von der Europäischen Kommission gefördert wird, nehmen neben dem Gymnasium Bad Nenndorf als koordinierender Einrichtung und der polnischen Schule zwei weitere Institute aus Champagne (Frankreich) beziehungsweise Santiago de Compostela (Spanien) teil.

Zusammen sollen die Schüler zahlreiche Facetten von Mobilität und Migration von der Völkerwanderung bis zur Globalisierung betrachten, um so die Gemeinsamkeiten und Verbindungen zwischen den beteiligten Ländern zu erkennen. Die Projektsprache ist dabei Englisch. r

Anzeige