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Zukunft des Kurhauses weiter offen

Bad Nenndorf / Verwaltungsausschuss entscheidet am Mittwoch Zukunft des Kurhauses weiter offen

Die Bad Nenndorfer Politik ist gefordert, schnell eine Grundsatzentscheidung zur Zukunft des Kurhauses zu treffen. Das Finanzamt fordere verbindliche Aussagen zum Konzept für das Gebäude, erklärte Hauptamtsleiter Heinrich Bremer den Mitgliedern des Fremdenverkehrs- und Wirtschaftsausschusses.

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Die Zukunft des Kurhauses steht am Donnerstagabend im Fokus des Verwaltungsausschusses.

Quelle: kcg

Bad Nenndorf (kcg). Von der Nutzung des Kurhauses – ob gewerblich oder öffentlich – hängt zudem ab, ob die Sanierung mit Mitteln aus der Städtebauförderung bezuschusst werden kann.

 „Die Dinge dulden keinen Aufschub mehr“, machte Bremer den Politikern klar. Die Verwaltung müsse sich über das Thema Fördergeld mit dem Sozialministerium und der N-Bank „ins Benehmen setzen“. Allenfalls die gewerbliche Nutzung des Kurhauses sei förderfähig. Sollte der Vorschlag der SPD, im Gebäude die Verwaltung und die Kur- und Tourismusgesellschaft unterzubringen, umgesetzt werden, fließe kein Fördergeld.

 Wie hoch die Fördersumme für ein gewerblich genutztes Kurhaus bestenfalls ausfällt, wollte Rolf Schütte vom Sanierungsträger BauBeCon nicht abschätzen. Liegt der Zuschuss bei einer hohen sechsstelligen Summe, sei das ein „super Erfolg“. Allerdings habe das Folgen für den geplanten Ablauf der Stadtsanierung. Einzelne Bauprojekte könnten unter Berücksichtigung des Gesamtkostenrahmens wegfallen, betonte Schütte.

 Zuvor konkretisierte Oliver Zech vom Barsinghäuser Architekturstudio pm das bereits im Juni vorgestellte Modernisierungskonzept für ein gewerblich genutztes Kurhaus (wir berichteten). Die Kosten für die Sanierung exklusive der Umgestaltung des Kursaales wurden auf 5,3 Millionen Euro beziffert. 1688 Quadratmeter im Kurhaus seien ungenutzt, indes gebe es bisher 14 Nutzeranfragen für insgesamt 1700 Quadratmeter. „Das Interesse ist da, aber die leer stehenden Flächen entsprechen derzeit nicht den Anforderungen der Nutzer“, betonte Zech. Ziel sei also, die Flächen zu optimieren und deren Attraktivität zu steigern.

 Zu den potenziellen Mietern gehört nach Auskunft von Stadtdirektor Bernd Reese eine Tanzschule, die Interesse am Kursaal hat. Auch Kerstin Hecking, die ein Sportstudio im Obergeschoss eröffnen wollte, ihre Pläne im Herbst aber auf Eis legte, habe wieder Interesse an den Räumen. Aus der Kostenaufstellung für das Kurhaus geht jedoch hervor, dass das Kurhaus ohne Mieterhöhungen nicht kostendeckend betrieben werden kann.

 Die Verwaltung empfahl den Politikern gleichwohl, der Sanierung und der weiteren gewerblichen Nutzung zuzustimmen. „Wer A sagt, muss auch B sagen“, betonte Reese. Die Stadt habe das Gebäude gekauft, um Einfluss auf die Entwicklung des Kurhauses nehmen zu können. „Jetzt haben wir die Möglichkeit zu gestalten, auch wenn das mit einem Risiko verbunden ist.“ Er habe die Hoffnung, mit dem Nutzungskonzept eine vernünftige Lösung für Bad Nenndorf gefunden zu haben.

 Friedrich Varwig (SPD) lobte zwar das von Zech vorgelegte Raumkonzept, für eine Entscheidung bedürfe es aber der Abstimmung in der Fraktion. Schließlich gebe es immer noch den Plan, das Rathaus im Kurhaus unterzubringen und im Anschluss die stadteigenen Gebäude an der Rodenberger Allee gewinnbringend zu verkaufen.

 Auf die Frage des beratenden Ausschussmitgliedes Frank Wiegel (WGN) nach kostendeckenden Alternativen für das Kurhaus erklärte Zech, dass allenfalls ein Teilabriss des Gebäudes zu einer Kostenreduzierung führen könne. Davon rate er aber im Interesse der Bestandsmieter ab. Diese hätten schon viel in ihre Räume investiert. Der Ausschuss vertagte eine Entscheidung über die Zukunft des Kurhauses auf die Sitzung des Verwaltungsausschusses am heutigen Mittwoch.

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