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Zuwachs ab Herbst

GBN-Anbau Zuwachs ab Herbst

Der Anbau an das Gymnasium Bad Nenndorf soll in den Herbstferien starten. Dies hat Kreispressesprecher Klaus Heimann auf Anfrage dieser Zeitung erklärt. Die Baugenehmigung liegt jetzt vor.

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Bad Nenndorf (gus). Mit dem Beginn in den Sommerferien hatte es demnach nicht mehr geklappt. Die Ausschreibung sei erst in den zurückliegenden Wochen auf den Weg gebracht worden. Dies sei aber rechtzeitig geschehen, um zumindest in den Herbstferien loslegen zu können. Diese sind vom 17. Oktober bis 1. November.
Das Bauvorhaben ist für Bad Nenndorf von zentraler Bedeutung, denn nach Fertigstellung des Anbaus möchte der Landkreis auf die Gymnasial-Außenstelle an der Bahnhofstraße verzichten. Alle Schüler besuchen dann das Gebäude an der Horster Straße. Und wenn das Gebäude an der Bahnhofstraße nicht mehr benötigt wird, muss der Kreis es entweder anders nutzen oder aber es abgeben.
Eine andere Nutzung kommt kaum infrage, da die Konzeption des gesamten Geländes auf Schulbetrieb ausgelegt ist. Zudem herrscht Sanierungsbedarf. Einzige Interessenten für eine Übernahme dürften damit die Stadt Bad Nenndorf oder die Samtgemeinde Nenndorf sein. Denn speziell die Kurstadt muss Sorge tragen, dass an der Stelle keine hässliche Bauruine entsteht.
Deshalb gibt es auch bereits seit einigen Monaten Gespräche zwischen Kreishaus und Nenndorfer Rathaus. Dies bestätigten sowohl Heimann als auch Stadtdirektor Mike Schmidt. Für die Samtgemeinde als Träger von Grundschule, Kitas und Hort könnte der Komplex Chancen bieten. Am Schluss müssen sich aber Kosten und Nutzen die Waage halten.
Der Landkreis investiert satte 2,66 Millionen Euro in den Anbau an das Gymnasium. Im Frühjahr 2017 soll die Maßnahme beendet sein – es bleibt also noch ausreichend Zeit, um eine Lösung zu finden. Sicher ist sich das Schulamt in Stadthagen, dass die bis dahin zu schaffenden Kapazitäten an der Horster Straße ausreichen, um allen Schülern mittelfristig Platz zu bieten.
Seit Jahren registriert die Landesschulbehörde sinkende Schülerzahlen. In Bad Nenndorf ging die Zahl der Gymnasiasten seit dem Schuljahr 2009/2010 von 1580 auf 1215 zurück (2014/2015). Im kommenden Schuljahr sollen 1214 Schüler am Gymnasium unterrichtet werden. Ein weiterer Rückgang auf 1100 ist prognostiziert, wie Schulamtsleiter Ralf Mahnert erläuterte.
Ein Grund für diese Tendenz ist die abnehmende Kinderzahl, aber auch die Konkurrenz in Form der Gesamtschulen spielt eine Rolle. Die Samtgemeinde Nenndorf hat zuletzt ihrerseits eine leicht ansteigende Kinderzahl verbucht, sodass zumindest die Grundschulklassen wachsen könnten.
Möglich also, dass zumindest ein Teil des alten Gymnasiums an der Bahnhofstraße für schulische Zwecke genutzt wird, was aber keinen Kauf des Komplexes bedeuten muss. In Lindhorst beispielsweise vermietet der Landkreis Schulräume an die Samtgemeinde und unterhält im selben Gebäude die Oberschule.

Vorhersage traf ein

Wie genau Prognosen von Schülerzahlen ausfallen können, zeigt sich beim Blick auf einen Bericht dieser Zeitung aus dem Frühjahr 2010. Darin hatte die Landesschulbehörde einen Rückgang der Zahl der Bad Nenndorfer Gymnasiasten von 1580 auf nur noch 1180 im Schuljahr 2015/2016 ausgerechnet. Dem Landkreis liegen jetzt die Anmeldungen für das anstehende Schuljahr vor, und demnach werden es immerhin doch 1214 Gymnasiasten – eine Abweichung von 34, also im niedrigen einstelligen Prozent-Bereich. Mancher Wetter-Experte würde bei solchen Werten Luftsprünge vollführen.

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