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Zwei Flüchtlingsheime in Bad Nenndorf

Pflegeheim und Kurklinik Zwei Flüchtlingsheime in Bad Nenndorf

Wie geht es weiter mit den Plänen zu zwei Flüchtlingsheimen in Bad Nenndorf? Auf diese Fragestellung hin zeigte sich der Landkreis am Donnerstag noch sehr zugeknöpft. Auf Nachfragen wurde pauschal auf die Informationsveranstaltung am kommenden Mittwoch verwiesen. Nach erneuter Nachfrage hieß es, dass der Landkreis sich am Freitag doch noch äußern werde.

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Seit der Schließung der einstigen Kurklinik ist es ruhig um das Gebäude an der Horster Straße geworden. Zum großen Teil steht es leer.

Quelle: kle

Bad Nenndorf (kle). Noch unklar ist deshalb unter anderem, wieviele Flüchtlinge in den ausgewählten Gebäuden, gemeint sind das ehemalige Pflegeheim am Harrenhorst und die einstige Kurklinik an der Horster Straße, unterkommen können. Auch über einen ungefähren Zeitplan und darüber, was mit den Gebäuden im Einzelnen noch passiert – schließlich müssen die Einrichtungen erst bewohnbar gemacht werden –, war zunächst nichts zu erfahren.
Für die Betreuung der Asylsuchenden im Landkreis ist üblicherweise die Arbeiterwohlfahrt (Awo) zuständig. Ausnahme bilden die Erstunterbringungen, wenn die Flüchtlinge gerade in Niedersachsen angekommen sind und vor der Verteilung auf die einzelnen Landkreise einen Platz brauchen – wie im Fall der Königsberger Straße in Bückeburg (wir berichteten). Dann ist das Deutsche Rote Kreuz zuständig. Asylsuchende, die – für die Dauer ihres Verfahrens oder dauerhaft – im Landkreis bleiben, werden von Mitarbeitern der Awo betreut.
„Wir setzen unsere Mitarbeiter regional bezogen ein“, erklärt Heidemarie Hanauske. Das heißt, dass es für die unterschiedlichen Bereiche in Schaumburg, zum Beispiel Stadthagen, Bückeburg oder Nenndorf/Rodenberg, einen eigenen Ansprechpartner gibt, der sich um die dortigen Flüchtlinge kümmert. Auf einen Sozialarbeiter sollen dabei maximal 100 Flüchtlinge kommen. Deshalb stellt die Awo derzeit weitere Mitarbeiter ein, um der wachsenden Zahl an Asylbewerbern gerecht zu werden.
Konkrete Zahlen, also wann und wie viele Asylsuchende in Nenndorf erwartet werden, gibt es nach ihrer Kenntnis bislang aber nicht. Auch müssten die ausgewählten Gebäude vorher erst entsprechend hergerichtet werden. Trotzdem laufen selbstverständlich die Vorbereitungen.
Die beiden ausgesuchten Gebäudekomplexe sind für die Kurstadt indes kein unbeschriebenes Blatt. Vor allem die Kurklinik an der Horster Straße hat eine bewegte Vergangenheit. Bald zehn Jahre ist es her, dass die privat geführte Klinik einst Insolvenz anmelden und später ganz schließen musste. Mehr als 30 Mitarbeiter verloren damals ihre Arbeit. Ein erster Nachfolger fand sich nur wenige Zeit später in Form des Staatsbades Nenndorf. 2008 ließ die Einrichtung ihr Schlammbadehaus umbauen. Um die Kurgäste während dieser Phase trotzdem entsprechend versorgen zu können, mieteten die Betreiber die Räume an der Horster Straße an und verblieben dort für mehrere Monate. Seither ist es allerdings ruhig um die einstige Kurklinik geworden. Die meisten Räume stehen seit dem Auszug des Staatsbades leer, allein eine Arztpraxis ist dort heute noch ansässig.
Der frühere Paulusstift am Harrenhorst blickt auf eine ähnliche Vergangenheit zurück. Bereits 2004 war der Betrieb in finanzielle Schieflage geraten. Danach übernahm die Praetorius GmbH das Pflegeheim – und musste im Jahr 2011 ebenfalls Insolvenz anmelden. Es folgte die Schließung der Einrichtung. Vor nicht einmal zwei Monaten wurden schließlich Pläne eines Investors bekannt, auf dem Gelände des leer stehenden Pflegeheims Wohnhäuser bauen zu wollen (wir berichteten). Nähere Details gab es zu dem Zeitpunkt aber noch nicht.

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