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Haste 35 000 Euro für „Dirtpark“ an der Kläranlage
Schaumburg Nenndorf Haste 35 000 Euro für „Dirtpark“ an der Kläranlage
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00:21 15.01.2016
Der Haster „Dirpark“ enthält laut Entwurf Strecken mit unterschiedlichen Anforderungen für die Jugendlichen und mehrere Attraktionen. Quelle: pr.
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Haste (gus)

Landschaftsarchitekt Wolfgang Hanke aus Minden erläuterte die Entwürfe für das, was in Haste möglich ist. Geplant ist die Anlage auf einem 3000 Quadratmeter großen Areal an der Kläranlage. Darauf möchte Hanke mehrere Strecken anlegen, die unterschiedliche Anforderungen an die Radfahrer stellen. Die Schleifen – Hanke sprach von „Lines“ – verlaufen teilweise parallel zueinander. Es gibt unterschiedlich große Hügel, Wellen und Plateaus.

 Auch eine befahrbare Wand und eine Steilkurve könnten eingerichtet werden. Besonders spektakuläre Sprünge wären an einer bis zu fünf Meter hohen Rampenkonstruktion und an einer Sprunggrube möglich. Ein Unterstand soll den Benutzern die Möglichkeit geben, sich bei starkem Regen ortsnah ins Trockene zu begeben. Eine Sitzgruppe ist an anderer Stelle eingeplant. Zum Wegschließen von Material empfahl Hanke einen Bauwagen, alternativ einen Container. Die Anlage – Fachleute sprechen von einem „Dirtpark“ – müsste mit einem Zaun umgeben sein, denn dies verlangt der TÜV, so Hanke.

 Die meisten Rampen und Hügel würden aus Erde angefertigt. Allerdings soll es auch Holzkonstruktionen geben – beispielsweise die befahrbare Wand, die etwas schräg stünde. Putzig ist eine „Pumptrack“, die aus mehreren kurz aufeinanderfolgenden Wellen besteht und auf der die BMX-Fahrer ohne Pedaleinsatz auf Tempo kommen.

 Hanke riet der Gemeinde auch dazu, feste Regeln für die Benutzung des BMX-Parks aufzustellen und sie per Informationstafeln an der Anlage zu platzieren. Die Kostenschätzung des Landschaftsarchitekten beläuft sich auf 29000 Euro. Es bestehe aber Einsparpotenzial bei den Erdarbeiten. Der Ausschuss votierte für 35000 Euro im Haushalt, um etwas Luft zu haben.

 Hanke hat auch den „Dirtpark“ am Stadthäger Festplatz entworfen. Er regte an, dass die Details bei der Modellierung der einzelnen Streckenteile den Jugendlichen, die sie nutzen wollen, überlassen bleiben. Sprich: Die BMX-Fahrer müssten mit Schaufel und Spaten Hand anlegen, nachdem die Wälle per Bagger grob angelegt wurden.

 Fabian Heine (CDU) erkundigte sich nach Erfahrungswerten hinsichtlich der Bauzeit. „Das hängt von der Motivation ab“, sagte Hanke. Doch es sei erstaunlich, wie fix Jugendliche bei solchen Projekten vorgehen. Hankes Pläne sind bereits in Abstimmung mit den BMX-Begeisterten entstanden.

 Die TÜV-Abnahme erfolgt jährlich. „Dann müssen wir uns über die Folgekosten im Klaren sein“, gab Manfred Herde (SPD) zu bedenken. Die Jugendlichen erklärten, dass sie auch Instandsetzungsarbeiten an den Strecken übernehmen würden. Gut 20 Sportler haben sich nach Worten des Ausschussvorsitzenden, Klaus Gresel (SPD), an den Vorgesprächen beteiligt.

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