Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Viel Wirbel um den Forstweg

Haste Viel Wirbel um den Forstweg

Die Samtgemeinde Nenndorf will die Abwasserrohre am Forstweg vergrößern, weil diese bei starkem Regen nicht die nötige Menge abfließen lassen.

Voriger Artikel
Rotes Kreuz konzentriert lokale Kräfte
Nächster Artikel
Einbruch in Apotheke gescheitert

Das Pflaster auf dem Forstweg ist intakt, aber die Samtgemeinde will an die darunter liegenden Kanäle.

Quelle: geb

Haste. Ein komplett neues Pflaster für die Straße müsste die Gemeinde selbst zahlen, und diese wiederum müsste die Anwohner an den Kosten beteiligen. Das Konzept zur Sanierung erklärten Vertreter der Verwaltung den Forstweg-Anwohnern im Bürgerhaus, sie überzeugten die Anlieger aber nicht.

Die Straße ist in keinem schlechten Zustand, auch die Abwasserrohre taten 40 Jahre ihren Dienst, lediglich kleine Mängel an den Hausanschlüssen stellte Olaf-Karsten Scharrer von der Samtgemeinde fest. Dennoch wissen auch die Anwohner, dass starker Regen den Forstweg ab und zu in einen „Forstsee“ verwandelt.

„In solchen Fällen hat die Feuerwehr bisher einfach den Gully geöffnet, und nach fünf Minuten ist das Wasser auch wieder abgeflossen. Mit einer besser gereinigten Kanalisation hätten wir diese Probleme gar nicht“, sagte ein Anwohner.

Würde die Gemeinde auf die Rundumerneuerung verzichten und die Samtgemeinde nach der Kanalsanierung nur die aufgerissenen Stellen ausbessern, wären die Probleme aber nur aufgeschoben, meinte Bürgermeister Sigmar Sandmann. „Die Verdichtung des Pflasters wird unterschiedlich. Es entstehen Wellen, und nach ein paar Jahren ist die Rundumerneuerung unerlässlich“, so Sandmann. Die Anwohner sollten dem Urteil der Fachleute vertrauen. Die Straße solle so ansprechend und kostengünstig wie möglich saniert werden.

Ingenieur Guido Wolf präsentierte einen möglichen Querschnitt der umgestalteten, 600 Meter langen Straße. Gehweg, ein paar Bepflanzungen, Fahrbahn und Parkfläche sieht er vor. Ein neues Pflaster zu verlegen, wäre billiger, als das alte nach einer Reinigung wiederzuverwenden.

Auch die Wahl der neuen Pflastersteine behagt nicht allen. „Die Steine sind viel zu groß, damit würde es beim Darüberfahren genauso klappern wie in den anderen Straßen der Gemeinde“, kritisierte ein Anwohner.

Der Abfluss des Wassers solle einfach über den Teichweg gewährleistet werden, fanden die Einen – ein Rückhaltebecken auf dem Wendeplatz, wie es früher schon existiert habe, sahen Andere als Lösung. Den Ablauf in den Stichgraben halten die Anwohner nicht für ausreichend. Dieser solle zusammen mit den Kanälen vergrößert werden, wandte Scharrer ein.

Von den bisher für den Umbau eingeplanten 600.000 Euro müssten die Eigentümer 55 Prozent für die Fahrbahn und 60 Prozent für den Gehweg stemmen. Der individuelle Anteil errechnet sich aus Quadratmeter- und Vollgeschosszahl der Grundstücke und Häuser. In den nächsten zwei Jahren würden die Beiträge fällig. Verwaltung und Bewohner einigten sich vorerst auf einen Aufschub der Abstimmung, um in Ruhe über die Optionen zu beraten. Sandmann schlug den 31. Mai für das nächste Treffen vor. geb

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg