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Beirat wünscht sich Überweg am Netto

Zebrastreifen oder Mittelinsel? Beirat wünscht sich Überweg am Netto

Der Baupfusch an der Mittelinsel vor dem Haster Netto-Markt soll demnächst behoben werden, wie Stefanie Martelock vom Straßenverkehrsamt Schaumburg bei einem Ortstermin in Haste mitgeteilt hat.

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Zebrastreifen oder Mittelinsel? Noch ist offen, wie es an der Hauptstraße vor dem Netto-Markt weitergeht.

Quelle: kle

Haste.   Anlass ihres Besuchs war allerdings ein anderer. Statt einer Mittelinsel wünscht sich der Behinderten- und Seniorenbeirat dort einen Zebrastreifen.
Den Anstoß dafür gab – wie schon für die blindengerechten Ampeln – der sehbehinderte Gert Meier aus Haste. An dieser Stelle sei es für ihn und andere sehr schwer, die Straße zum Netto-Markt zu überqueren, da diese recht stark befahren ist, die Autos aber meist „leider“ nicht anhielten, wenn man am Straßenrand stehe. Der Beirat nahm sich der Sache deshalb an und wandte sich an die Verkehrsbehörden.

Einen Zebrastreifen anzulegen, ist zumindest nicht so einfach, wie es sich anhört, erklärte Dirk Lueg von der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Zum Beispiel muss die Stelle zum Überqueren richtig ausgeleuchtet werden, und es gibt klare Rahmenbedingungen, wo ein Fußgängerüberweg überhaupt entstehen darf. Aus diesem Grund soll für den Weg über die Hauptstraße zum Netto-Markt zunächst eine Verkehrszählung erfolgen. Fällt das Ergebnis entsprechend ausfällt, könne man einen Zebrastreifen durchaus in Betracht ziehen, so Lueg.

Allerdings, warnte er, sei ein Zebrastreifen kein Allheilmittel. Die B 442 sei eine viel befahrene Straße, auf der die Leute schnell von A nach B kommen möchten. Auch wenn am Fußgängerüberweg – anders als bei einer Mittelinsel – die Verpflichtung für Autofahrer besteht, für Fußgänger anzuhalten, gebe es immer jemanden, der, entweder absichtlich oder aus Unachtsamkeit, trotzdem weiterfährt. Hundertprozentige Sicherheit gewähre ein Zebrastreifen daher nicht.

Sollte an dieser Stelle tatsächlich ein Überweg entstehen, wäre außerdem die erst teuer gekaufte Mittelinsel, die den Verkehr stadteinwärts immer auch etwas „ausbremst“, obsolet. Und demnächst wird sie sogar noch einmal umgebaut. Der Investor hatte die Querungshilfe damals nämlich nicht nach Plan gebaut. Der Mittelteil hätte gepflastert und leicht höher als die Fahrbahn sein sollen, beides ist nicht der Fall. „Das ist schon vor drei Jahren bei der Abnahme reklamiert worden“, erklärte Nicole de Leve, Leiterin der Straßenmeisterei in Stadthagen. Nur ist der Investor der Anweisung zum Nachbessern seither nicht nachgekommen. „Also machen wir es jetzt und stellen das Ganze dann in Rechnung.“

Dass dieser Schritt erst so spät erfolgt, hat seinen Grund in den Einschränkungen rund um den Bau der Bahnbrücke und der Unterführung. In diese Phase habe man mit einer weiteren Baustelle nicht noch mehr Unruhe bringen wollen.

An der betreffenden Stelle wird während der Arbeiten mit Behinderungen zu rechnen sein, allerdings dauert das Ganze wohl nur ein paar Tage, sagte de Leve. Ein Termin für den Umbau steht noch nicht fest. kle

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