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Haste prüft Einsatz von Kameras am Bahnhof

Videoüberwachung Haste prüft Einsatz von Kameras am Bahnhof

Dass am Haster Bahnhof immer wieder Fahrräder gestohlen werden, ist längst kein Geheimnis mehr. Um das zu verhindern, könnte es bald zu einer Maßnahme kommen, die in Großstädten längst an der Tagesordnung ist: Die Bahn könnte eine Anlage zur Videoüberwachung errichten.

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700 Bahnhöfe sind bundesweit bereits mit Videokameras ausgerüstet.

Haste. Ein Haster Ratsherr hatte zumindest den Antrag an die Samtgemeindeverwaltung gestellt, die Möglichkeiten zu eruieren, am Bahnhofsgebäude Kameras zu installieren. Das hat André Lutz auf Anfrage mitgeteilt. Ziel sei es, die Zahl der Fahrraddiebstähle zu reduzieren. „Der Haster Rat selbst hat sich aber noch nicht damit befasst“, sagte der Amtsleiter für Bildung und Soziales, der außerdem Gemeindedirektor in Haste ist. Die Verwaltung habe sich allerdings bereits mit der Polizei in Verbindung gesetzt, um zu prüfen, ob die Beamten „so eine Maßnahme für notwendig und sinnvoll erachten.“

Polizei würde Überwachung begrüßen

 Die Verbrechensbekämpfer zeigen sich dahin gehend zumindest gesprächsbereit: „Grundsätzlich ist aus polizeilicher Sicht eine Videoüberwachung zu begrüßen“, erklärte Heidrun Schäfer. Allerdings gebe es bei solch einer Thematik „Gesprächsbedarf ohne Ende“, betonte die Leiterin des Kriminalermittlungsdienstes.

 Dass es in größeren Städten bereits Videoüberwachung gibt, liege auch daran, dass die dortige Polizei über „ganz andere Kapazitäten verfügt“. Entsprechend könnte sich Schäfer beispielsweise vorstellen, dass die Beamten lediglich bei der Sichtung der Videoaufnahmen ins Spiel kommen, sollte eine Straftat passiert sein. „Ähnlich wie bei einem Kaufhausbetrieb, wo sich die Betreiber um die Installation und Wartung der Überwachung kümmern“, sagte Schäfer.

 Dieser Aufgabe könnte am Haster Bahnhof beispielsweise die Bahn nachkommen. Erst Anfang April hatte der Konzern angekündigt, die Mittel zur Ausweitung der Videoüberwachung weiter zu erhöhen (siehe Kasten). Bisher sind bereits etwa 700 Bahnhöfe in Deutschland mit Kameras ausgestattet. Zählt nun bald auch der Zug-Stopp in Haste dazu? „Wo und in welchem Umfang die Videoüberwachung installiert wird, können wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht benennen“, kommentierte eine Bahnsprecherin die Angelegenheit.

Kameras helfen, Täter schneller zu identifizieren

Die grundsätzliche Möglichkeit besteht also – und Kameras würden die Arbeit der Polizei nach Meinung von Schäfer erheblich erleichtern. Sie weist zum einen auf die abschreckende Wirkung von Aufzeichnungsgeräten hin. „Außerdem können Täter schneller identifiziert werden“, glaubt sie. Auch Fahndungen mit Lichtbildern seien denkbar.

 Doch sowohl Polizei als auch Verwaltung stellten klar, dass noch nichts in trockenen Tüchern ist. „Wir prüfen die Sachlage und sehen dann, ob wir die Sache weiter verfolgen“, sagte Gemeindedirektor Lutz.

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