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Haste Eines Bürgermeisters „nicht würdig"
Schaumburg Nenndorf Haste Eines Bürgermeisters „nicht würdig"
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12:15 14.11.2016
Quelle: pr,
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Haste

Die Wahl des Gemeinde-Oberhauptes in Haste hat schon im Laufe der konstituierenden Sitzung für einige Diskussionen gesorgt. Jetzt hat Dieter Reinecke seine Ankündigung wahr gemacht und sich an die SN gewandt. Das, was er am Montag nicht äußern durfte, schrieb er nieder und übergab es nun der Redaktion. In dem Schreiben kritisiert Reinecke nicht nur, dass ihm selbst ein Statement verwehrt geblieben ist, sondern auch, dass Sandmann andere Redebeiträge von Bürgern ständig unterbrochen habe.

Sandmann würgte Reinicke ab

„Es entstand der Eindruck, dass er mit den Einwohnern gar nicht ins Gespräch kommen wollte“, schreibt Reinecke. Ein solches Verhalten sei eines Bürgermeisters „nicht würdig“. Er selbst wollte in der Einwohnerfragestunde den Vorschlag äußern, Ratssitzungen künftig komplett öffentlich abzuhalten. Den Sitzungen könnten sich Bürgerstunden für Anregung und Diskussionen anschließen. Doch Sandmann würgte den 77-Jährigen bereits nach wenigen Worten ab.

Ähnlich erging es dem Vorsitzenden der Siedlergemeinschaft Hohnhorst-Haste, Rolf-Gerd Knapp. Dieser musste seine Wortbeiträge immer wieder auf Sandmanns Drängen hin abbrechen. In der Hohnhorster Ratssitzung durfte Knapp hingegen aussprechen.

„Missachtung des Bürgerwillens“

Ferner kritisiert Reinecke weiterhin, dass Fabian Heine (CDU) trotz deutlich mehr Stimmen nicht zum Bürgermeister gewählt wurde. Zur Erinnerung: Sandmann konnte dank der Mehrheit der Sozialdemokraten im Rat den Bürgermeisterposten behalten. Sein Konkurrent Heine vereinte jedoch gut 400 Stimmen mehr auf sich, weswegen Reinecke in seinem ersten Leserbrief in den SN von einer „Missachtung des Bürgerwillens“ gesprochen hatte.

Auch Wilfried Wlotzka (SPD) bekommt jetzt sein Fett weg. Der Sozialdemokrat hatte im Laufe der Sitzung gesagt, dass es für Heine ein Leichtes gewesen sei, in seinen Semesterferien von Haustür zu Haustür zu gehen und so Stimmen zu sammeln. „Eine Wahlniederlage schmerzt, sollte dennoch akzeptiert und von einem Ratsmitglied professionell kommentiert werden“, so Reinecke. Und: „Herr Heine war mir bis zum 5. November völlig unbekannt.“ js

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